 |
|
 |
|
|
|
Thema: Herzlichen "Glückspunsch" |
|
|
Heute hat unser VIP, Deutschlands Top-Bencher stummerwinter, Geburtstag.
Alles Gute auf diesem Wege für das neue Lebensjahr, eine schöne Feier, reichlich Geschenke, auch zukünftig gute Scores & gute Hardware.
Lass krachen! Oder wird man mit 40 ruhiger?! 
|
|
Thema: 3. AwardFabrik Overclocking-Meisterschaft (AOCM) |
|
|
Stimmt, die Ergebnisse sind nicht die schlechtesten. 
Ich hab allerdings vorhin noch ein paar Kleinigkeiten vergessen:
Danke an Mome für die Bilder, die er von uns gemacht hat. Wir selbst haben relativ wenig fotografiert.
Beim Vortesten hatten wir einen gigantisch guten Score von fast 421k bei gerade einmal 5,73 GHz. Der Schlüssel dazu: Die Dominator GT 1866 liefen mit 1.185 MHz (DDR3-2370) bei Timings von 8-9-8 - das sind mal eben 27 Prozent mehr Takt als Default. Der Haken daran: Wir mussten 1,85 Volt VDimm nutzen, was dem Speichercontroller des Gulftown nicht bekam. Kurze Zeit später quittierte er nämlich den Dienst - das war der Grund, warum wir von Corsair noch einmal RAM wollten, den wir bekanntlich auch bekamen.
Und zur Vollständigkeit noch einmal das komplette AOCM-System:
- Intel Core i7 980X Gulftown (Q3QP ES, cooled by Otterauge-Pot)
- EVGA Classified E762
- 3x 2 GByte Corsair Dominator GT DDR3-1866
- PowerColor Radeon HD5870 (cooled by Mach 2, Evap built by Piotres)
- Antec TruePower Quattro 1200w OC-Edition
- OCZ Agility
- be quiet! Dark Power Pro 530 Watt (für die Mach 2)
|
|
Thema: 3. AwardFabrik Overclocking-Meisterschaft (AOCM) |
|
|
Aller guten Dinge sind drei. Das traf dieses Jahr auch auf die AwardFabrik Overclocking-Meisterschaft (kurz AOCM) zu. Denn diese Veranstaltung ging am 24./25.04. nach eineinhalb Jahren Pause in die dritte Runde.
Für uns kam die Veranstaltung terminlich gesehen recht ungünstig. Nicht nur, dass vier Wochen vor der AOCM Intel mit dem Gulftown neue Prozessoren vorstellte und wir damit den Vorteil unseres sehr guten Xeon W3540 verloren haben, nein, NVIDIA stellte mit Fermi auch noch eine neue Grafikkartengeneration vor. Wenn wir auf der AOCM die zweiten Plätze der ersten beiden Veranstaltungen verteidigen wollten (oder natürlich auch siegen wollten), dann mussten wir de facto von Null anfangen.
Zwar hatten wir mit dem EVGA Classified E762 ein gutes Board, mit den Corsair Dominator GT DDR3-1866 guten RAM und mit einer PowerColor Radeon HD5870 eine gute Grafikkarte, aber es fehlte an einer gescheiten CPU. Mit einem Xeon wäre kein Blumentopf zu gewinnen gewesen sein. Ergo: Gulftown kaufen und unter LN2 testen. Gott lob mussten wir Gulftown nicht nur wegen der AOCM testen, doch die Vortests zur AOCM waren der Stein des Anstoßes.
Kurz bevor wir mit unseren Tests begannen, erreichte uns noch ein nettes Care-Paket von Antec. Der Inhalt: Ein Antec TruePower Quattro 1200 Watt in der OC-Edition. In Sachen Netzteil stand also alles auf grün. Die erste Session stand an, zu der uns SoF besuchte. Mit Hauptaugenmerk auf dem Aquamark 3 konnten wir recht flott ein sehr gutes Ergebnis erzielen:

Zu diesem Zeitpunkt mitten in den Top Ten waren wir von der Effizienz überrascht. Die hatten wir nicht erwartet, da in dieser Vorbereitungsphase der Fokus auf purem Takt lag - Effizienz stand später auf dem Plan. Doch mit einem derartigen Ergebnis (andere Ergebnisse in diesem Bereich wurde alle mit deutlich höherem Takt erzielt) waren wir uns sicher, dass wir mit genau diesem Betriebssystem zur AOCM fahren würden.
Die AOCM rückte näher und bei uns trudelte weitere Hardware ein. ASUS übersandte uns ein ASUS Rampage III Extreme, Dank der Topas Datentechnik konnten wir NVIDIAs Fermi ausprobieren und ein weiterer Gulftown wurde ausgetestet.
Letztendlich konnten wir eine Woche vor der AOCM dieses Ergebnis im Aquamark 3 einfahren:

Unser Ziel war es, trotz relativ schlechtem Gulftown-Prozessor, dieses Ergebnis auf der AOCM zu wiederholen und dann abzuwarten, für welche Platzierung es reicht. Denn mehr war mit unseren Retails schlichtweg nicht drin.
Zu allem Überfluss wurden die beiden georderten ES-CPUs durch die über Europa schwebende Vulkanasche aufgehalten und kamen nicht rechtzeitig zur letzten LN2-Session vor der AOCM an. Doch am Vorabend der Abreise klingelte es und ein Fedex-Fahrer überbrachte sie uns. Völlig ungetestet nahmen wir sie zur AOCM mit.
Auf der Fahrt gab es keine besonderen Vorkommnisse. Wir hatten SoF im Gepäck, da er nicht selbst fahren konnte. Für Stimmung war gesorgt, der Verkehr rollte und so kamen wir recht entspannt in Minfeld an. Nach kurzem Halt bei unserer Unterkunft ging es dann direkt zur Mundohalle, wo wir fürstlich begrüßt wurden.

Wir bekamen Kuchen und Bier - was will der Bencher mehr.....

Die Perspektive aus Bühnensicht wollten wir schonmal antesten, wenngleich wir zu diesem Zeitpunkt keine große Hoffnung auf einen Top-Platz hatten. Denn dazu hatten wir im Vorfeld zuviel über gute Taktraten bei den CPUs unserer Konkurrenten gehört.

Dann hieß es Pizza fassen. Gespräche mit der AwardFabrik-Crew durften natürlich nicht fehlen. Wie immer eine super Atmosphäre und lustige Sprüche - schon fast allein deshalb war der Weg eine Reise wert.
Dummerweise hieß es während der Gespräche, dass das LN2 am Samstag erst gegen 15 Uhr geliefert werden sollte. Also nur eineinhalb Stunden vor Contest-Beginn. Das traf uns insofern, als dass wir uns vorgenommen hatten, die Zeit bis zum Contest damit zu verbringen, die beiden ES zu testen (genügend Ersatz-Hardware - oder wie SoF sagen würde: B-Ware, hatten wir dabei). Doch innerhalb von 90 Minuten ist das nicht zu schaffen. Also Plan B: Mit dem bekannten Setup erstmal einen Score bringen und dann abwarten.

Als wir Samstag morgen (so gegen 11 Uhr ) in die Halle kamen, gab es bereits mächtiges Gewusel. An allen Tischen wurde gefachsimpelt, aufgebaut, geschaut & gestaunt oder einfach nur fotografiert. Nach kurzer Begrüßung fingen wir an, unseren Kram in die Halle zu tragen und anschließend aufzubauen.

Eine der Hauptattraktionen auf der 3. AOCM: Eine 5-stufige Kaskade von den Kollegen von Extremecooling.net, die krasse Ausmaße, einen krassen Strombedarf und noch krassere Temperaturen lieferte. Aber dafür ist die AOCM schließlich da...

SoF scheint alle zum Gebet aufzurufen. Doch warum? Was wollte er herbeibeten? Ah, ich weiß:

Johann Broser war einer der wichtigsten Männer. Schließlich war er es, der für die kontinuierliche Zufuhr von Stickstoff sorgte. 2.000 Liter des flüssigen Goldes standen bereit, um Bencher-Träume zu verwirklichen.


Nach der offiziellen Eröffnung und der Vorstellung der AwardFabrik-Crew ging es dann rundherum in die vollen - wenn denn Strom vorhanden war. Permanent kam es zu kurzen Ausfällen, da Sicherungen zu klein dimensioniert waren oder gar der FI-Schutzschalter kam. Aber dank eines fleißigen Elektrikers waren diese Probleme bald im Griff und es konnte losgehen.

Jan nutzte noch kurz die Gelegenheit, um aus allen erdenklichen Perspektiven zu knipsen.


Ein Blick durch die Halle von unserem Tisch aus gesehen. Wir hatten uns extra vorn links in die Hallenecke verdrückt, was anfangs nach einem ganz cleveren Plan aussah.

Unser Wettbewerbs-Setup - zumindest planmäßig. Doch: Und ist ein Plan auch gut gelungen - bestimmt verträgt er Änderungen. Es hieß nämlich plötzlich, dass es bereits ab 13 Uhr LN2 geben würde. Und statt 90 Minuten hatten wir plötzlich 3,5 Stunden Zeit, zwei Gulftowns zu testen. Das sollte doch zu schaffen sein.
Also wurde die B-Ware ausgepackt, zuerst der Q3FE gesteckt und ausgetestet - was schonmal nicht verkehrt aussah. Leider war UCLK bei weitem nicht auf dem Niveau unseres Retail-CPUs, was die Performance verschlechterte. Also abgebaut, Q3QP gesteckt und neuerlich getestet. Und siehe da, wir hatten Glück. Die 6 GHz waren schnell überwunden, selbst 6,2 GHz kein großes Problem. UCLK lief mit sehr guten 4,8 GHz. Gleichzeitig testeten wir noch ein letztes Mal Fermi-Karten, um auf Nummer Sicher zu gehen, dass wir die beste GPU-Lösung für den AM3 hatten.
Dann hieß es erneut abbauen, den Q3QP in die A-Ware zu stecken (ASUS Rampage III Extreme ) und neu aufzubauen.

Das Setup einsatzbereit für den Contest. Noch war alles ordentlich.

Relativ entspannt warteten wir auf den Beginn, wenngleich wir ordentlich nervös waren. Denn es lief fast schon zu glatt bis hierhin.

Chorch mit einem letzten Schluck vor dem Contest - natürlich Cola, kein LN2. 
Und dann ging es los - aber total anders, als erwartet. Denn unser System zickte nur rum. Windows war träge, als würde irgendein Prozess eine extrem hohe CPU-Last erzeugen. Dem war aber nicht so und beim Reboot wurde die Festplatte teilweise nicht erkannt. Einmal hatten wir auch nur noch 4 GByte RAM. Der Wechsel des SATA-Kabels, der Festplatte und das Neustecken des Speichers halfen nichts - das System war unbenutzbar. Nach etwa zwanzig Minuten hieß es dann abbauen und neu organisieren.
Da der Q3QP auf unserer B-Ware, dem EVGA Classified E762, beim Vortesten vernünftig lief, wurde kurzerhand das System mit diesem Board wieder zusammengebaut. Auftauen, auseinandernehmen, trocknen und zusammenbauen kostet bekanntlich Zeit, sodass wir erst gegen 18 Uhr wieder einsatzfähig waren - wohlwissend, dass wir für einen weiteren Systemwechsel keine Zeit mehr hatten. Nebenbei bemerkt schwirrte die Zahl von 427k im Raum herum, was uns zusätzlich besorgte.
Dummerweise hatte sich unser Eckplatz zu diesem Zeitpunkt als schlechte Platzwahl erwiesen. Durch die tiefstehende Nachmittagssonne knallte das Licht direkt auf unseren Monitor und wir konnten kaum noch etwas erkennen. Aber Otterauge sei Dank war dies recht schnell behoben. Mit einem ASUS-Banner wurde kurzerhand das Fenster verdunkelt und wir konnten endlich loslegen. Nichts desto trotz gefiel unserer Singlestage auf der HD 5870 überhaupt nicht, dass sie in einer warmen Halle stand. Statt idle -60 Grad standen nur noch -43 Grad zu Buche. Unter Last ganz zu schweigen.


In unserem Fall ist benchen eine Teamleistung. Hoschi trommelte auf der Tastatur herum und setzte routiniert die Takte. Meine Aufgabe war die richtige Temperatur. Nicht zu hoch, aber auch nicht zu tief. Chorch organisierte LN2 auf laufenden Band, las uns jeden Wunsch von den Augen ab und kümmerte sich um alles was von Belang war.

Das Abspeichern der Screens ist in der Regel meine Aufgabe. Wie man hier sieht, standen relativ flott fast 433k zu Buche. Es lief also, wenngleich wir noch lange nicht da angekommen waren, wo wir hin wollten.

Ein paar Runs später atmeten wir erleichtert auf, als wir 446k auf dem Monitor hatten. Jetzt waren wir endlich da, wo wir auch hinwollten - Q3QP sei Dank. Doch in solch einem Wettkampf, der harte Konkurrenz bietet (monteboy, die BenchBros, Afrokalle & Lis), kann man nie sicher sein, eine gute Platzierung zu belegen. Also ging es weiter.

Weitere Durchläufe später stand unser finaler Score auf dem Monitor. Knapp 450k konnten sich absolut sehen lassen. Zwar versuchten wir weiterhin, bessere Ergebnisse einzufahren, es gelang uns aber nicht. Die Frames am Anfang sahen jedenfalls vielversprechend aus, um sogar den absoluten Weltrekord anzugreifen. Aber das blieb uns verwehrt, da kein Run mehr sauber durchlief. Nichts desto trotz hatten wir unser Bestes gegeben und ein mehr als akzeptables Ergebnis eingefahren - und zwar innerhalb des Contest-Zeitraumes.
Als um 20 Uhr der Zeitraum vorbei war, sperrten wir unsere Ohren auf, um die Ergebnisse der Konkurrenz in Erfahrung zu bringen. Abermals hörten wir von 427k, die monteboy recht schnell nach Contest-Beginn erzielen konnte. Anschließend hatte er aber mit Kondenswasserproblemen zu kämpfen und konnte seinen Score anscheinend nicht mehr verbessern. Weitere Ergebnisse waren vorerst nicht auszumachen - was aber nicht unbedingt etwas heißen musste.
Nach einer kurzen Stärkung entschieden wir uns, noch etwas für hwbot zu tun. Wir steckten eine GTX480 und konzentrierten uns auf Ergebnisse im Single-GPU-Ranking, wobei die Grafikkarte nur luftgekühlt wurde. Gegen halb Elf startete dann die Siegerehrung der verschiedenen Contests, denen wir gespannt lauschten. Als die Siegerehrung für den Aquamark extremgekühlt startete, waren wir ziemlich angespannt. Reichte es für die Top 3? Oder gab es noch geheimgehaltene Scores, die uns die Suppe versalzen?

Nein! Mit unseren knapp 450k belegten wir Platz 1. Gefolgt wurden wir von den 427k von monteboy, die ohne Probleme sicher noch deutlich höher ausgefallen wären. Platz 3 ging an unsere Schweizer Kollegen, besi hatte mit 410k ein sehr gutes Ergebnis erzielt.
An dieser Stelle möchten wir uns für den großartigen Beifall bedanken, der uns zu Teil wurde, als Micha das Ergebnis verkündete und uns auf die Bühne bat. Diesen Moment werden wir nicht so schnell vergessen, da es sich wie ein großartiger Triumphzug anfühlte. Müde und erschöpft, aber hochzufrieden, nahmen wir unseren Preis entgegen. Mit einem Rampage III waren wir gekommen, mit zwei Exemplaren durften wir wieder nach Hause fahren. Fast noch wichtiger war für uns jedoch der Pokal mit der Nummer 1 - im dritten Anlauf hat es endlich geklappt.
Als die Siegerehrung vorüber war und wir sowohl unseren Preis als auch unseren Pokal ausgiebig betrachtet hatten, starteten wir noch einen kurzen Angriff auf gute Ergebnisse für hwbot.

Mit 112k konnten wir uns um rund 4.000 Punkte verbessern, dass wir mit diesem Benchmark aber auf Kriegsfuß stehen, ändert sich dadurch nicht.

Besser waren wir im 3DMark05, wo wir erstmals die 53k-Marke durchbrechen konnten. Mit luftgekühlter Grafikkarte ein absolutes Top-Ergebnis.

Zu guter letzt gab es noch einen schnellen PiFast-Durchlauf, der bei 13,62 Sekunden landete. Das sind zwar nur vier Zehntelsekunden weniger als unsere bisherige Bestzeit, aber verbessert ist verbessert.
Anschließend wurde das Wettbewerbssystem nach 7 Stunden abgeschalten, abgebaut und wieder ordentlich verstaut. Anschließend hieß es, bei einem Bierchen diverse Gespräche zu führen, die Seele baumeln zu lassen und irgendwann gegen halb vier Uhr morgens Richtung Wohnung aufzubrechen. Schnell noch die Ergebnisse zu hwbot hochgeladen, um anschließend den wohlverdienten Schlaf zu genießen.
Gegen 10 Uhr hieß es dann bereits wieder aufstehen. Kaum war das passiert, klingelte auch schon das Telefon. SoF wollte wissen, wo wir bleiben - schließlich habe das Case-Weitwerfen bereits begonnen. Dieser Wettbewerb fand für uns einfach zu früh statt, weshalb wir nicht daran teilnahmen. Statt dessen packten wir unsere Sachen, räumten die Wohnung, um gegen 12:30 wieder zur Mundohalle zu fahren. Dort angekommen rieben wir uns verwundert die Augen, denn die letzten hatten gerade erst aufgehört, zu benchen. Respekt an alle, die diesen Marathon durchgestanden haben!
Wir packten die letzten Dinge in den Kofferraum, verabschiedeten uns von allen noch anwesenden Leuten und brachen dann wieder gen Heimat auf. SoF sank im Fond zusammen und holte den Schlaf nach, den er verpasst hatte - auch er war einer derjenigen, die durchgebencht hatten. Die Autobahn war frei (mit Ausnahme des Autobahnteilstücks bei Sinsheim - Hoffenheim hatte ein Heimspiel und die Autobahn war kurzzeitig dicht) und bereits gegen 19:30 kamen wir in Cottbus an. Zeitig genug, um das Wochenende mit einem Bierchen auf dem Balkon ausklingen zu lassen.
Die 3. AOCM war damit Geschichte - und was für eine!
Special Thanks goes to...
An dieser Stelle möchten wir uns noch bei einigen Leuten bedanken. Denn wir bekamen einige Unterstützung, ohne die unser Erfolg vielleicht nicht möglich gewesen wäre.
In erster Linie möchten wir einen großen Dank an Herrn Gerlich, den Geschäftsführer der Topas Datentechnik, richten. Nicht nur, dass wir Abends in den Geschäftsräumen ausführlich vortesten können, auch die gesamte Hardware kann dort gelagert werden. Dies ist ein unschätzbarer Vorteil, da lästiges Auf- und Abbauen sowie nerviges Hin- und Hertransportieren de facto wegfällt. Doch damit nicht genug. Herr Gerlich unterstützte uns auch beim Vortesten mit Gulftowns, da wir günstige Einkaufspreise bekamen. Um dem Support noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, bekamen wir am Contest-Wochenende seinen Audi A8 zur Verfügung gestellt, mit dem wir bequem nach Minfeld und wieder zurück fahren konnten. Vielen, vielen Dank an dieser Stelle.
ASUS versorgte uns im Vorfeld der AOCM mit einem ASUS Rampage III Extreme, welches uns eigentlich zum Sieg bringen sollte. Das Board funktionierte und funktioniert einwandfrei, lediglich unsere beste CPU, der Q3QP ES will nicht darauf laufen. Ergo konnten wir das Board leider nicht benutzen - dennoch einen herzlichen Dank an Christian für die Bereitstellung.
Corsair stattete uns zwei Tage vor der AOCM noch mit neuen RAMs aus, weil wir befürchteten, mit unseren Dominator GT DDR3-1866 (welche wir bereits vor mehreren Monaten von Corsair bekommen hatten), nicht ausreichend Dampf zu haben. Da wir aber direkt auf der AOCM viel improvisiert haben, haben wir die übersandten Corsair Dominator GTX nicht benutzt und statt dessen die Riegel genutzt, die wir besser kannten. Dennoch ein herzlichen Dank an Alex für die klasse Zusammenarbeit. 
Zum Schluss bleibt nur noch ein Dank übrig: Die AwardFabrik-Crew, insbesondere Micha, hat (wieder) ein echt tolles Event auf die Beine gestellt. Die Location war wie immer toll ausgestattet, die Organisation hervorragend, der Herstellersupport gigantisch und die Atmosphäre suchte einmal mehr ihresgleichen.
Herzlichen Dank für dieses Erlebnis! Wir kommen gerne wieder.
|
|
Thema: ASUS Rampage III Extreme |
|
|
Drehen wir die Zeit mal um ein Jahr zurück. Ende März 2009 hatten wir neue Grafikkarten in der Hand, deren NDA am 02.04. ablief - ATIs Radeon HD4890. Gleichzeitig haben wir erste Erfahrungen mit Intels Core i7 gesammelt, ASUS hatte uns dafür mit einem Rampage II Extreme ausgestattet. Am 17.04.2009 bedankten wir uns bei ASUS in Form von zwei Weltrekorden (3DMark05 und 3DMark06). Auch den Futuremark-Contest "Lords of Overclocking" konnten wir in Europa mit diesem Mainboard für uns entscheiden und so ein wenig die Werbetrommel für ASUS und auch für uns rühren.
Wir nutzten fortan das Rampage II Extreme sehr lange und auch sehr intensiv. In Bezug auf das Bootverhalten unter Kälte, die "Vorhersehbarkeit" sowie die Performance gab es zu dieser Zeit kein besseres Board. Einziges Manko (wenn man es denn so nennen will): Wir konnten 3D-Benchmarks oberhalb von ~230 MHz BCLK nicht mehr vernünftig fahren. Wir brauchten jedoch einen derart hohen BCLK, um unseren Xeon W3540 mit Multi 23 auszufahren. Ein Luxusproblem also.
Irgendwann (nachdem wir zwischenzeitlich noch ein Retail-Rampage II ausprobiert hatten), stiegen wir dann auf ein anderes Mainboard um, welches unsere BCLK-Probleme löste. Nichts desto trotz trauerten wir dem Verhalten und den Features des Rampage II nach. Im November letzten Jahres keimte dann neue Hoffnung in uns, als erste Meldungen über ein neues ASUS-Mainboard kursierten. Im Dezember dann stand fest, dass es sich um das Rampage III Extreme handelt und wir bekamen es prompt von ASUS angeboten. Doch die finale BIOS-Arbeit sowie das Design der Kühlkonstruktion nahmen noch einige Wochen in Anspruch, sodass das Board zu spät für unseren Xeon W3540 kam - Intel stellte nämlich den Gulftown vor. Neues Spiel, neues Glück also.
Vor etwa zwei Wochen klingelte dann endlich der Postbote an unserer Tür und überbrachte ein Paket, dessen Inhalt von uns sehnsüchtig erwartet wurde. Pünktlich zur 3. AOCM hieß es also, das Rampage III Extreme auszutesten. Doch bevor wir es unter jeder Menge Knetisolierung verschwinden ließen, haben wir noch einige Bilder geschossen. Und so sieht es aus.

Der Karton ist mit Zubehör prall gefüllt.
- 1x ASUS Rampage III Extreme Mainboard
- 1x Handbuch (englisch)
- 1x Treiber-/Software-DVD
- 1x Markierungsaufkleber für Kabel
- 1x Casebadge
- 1x CrossFire-Brücke
- 1x ROG Connect-Kabel
- 1x I/O-Blende
- 1x Strommess-Adapter
- 1x lange SLI-Brücke
- 1x aktiver NB-Kühler
- 1x Q-Connector-Kit
- 8x SATA-Datenkabel (2x 6 GBps)
- 1x Aufkleber
- Kabelbinder
- 1x 3-way-SLI-Brücke
- 1x USB-/eSATA-Slotblende
- 1x Bluetooth-Adapter

In Sachen Farbgebung ähnelt das Rampage III stark den EVGA Classified-Mainboards (dem wohl direkten Konkurrenten). Aber bereits das Layout der Erweiterungsslots weist Differenzen zu den EVGA-Boards auf, sodass wir es definitiv nicht mit einer Nachahmung zu tun haben.
Insgesamt können vier PCI Express-Grafikkarten verbaut werden, Dank des zwei-Slot-Abstandes jeweils mit Dual-Slot-Kühler. Dazu benötigt ASUS - im Gegensatz zu EVGA - lediglich die Bauhöhe einer ATX-Platine. Da ASUS auf einen nForce 200 (und somit dessen Latenz) verzichtet, lassen sich die Grafikkarten bei Vollbestückung "nur" mit PCIe Express x8 2.0 betreiben, was aber völlig ausreichend ist. Zusätzlich gibt es noch einen PCI-Slot sowie einen offenen PCIe x1-Slot.

Auf der Rückseite finden wir die bereits von anderen Boards bekannte "Backplate" am Sockel vor. Aber auch unterhalb der Spannungswandler ist eine kleine Metallplatte verbaut, die für guten Anpressdruck des Mosfet-Kühlers sorgen soll. Außerdem sieht man auf der Rückseite, dass alle vier Grafikkartenslots elektrisch mit x8 bzw. x16 beschalten sind.

Die obere rechte Ecke des Rampage III ist sehr wichtig. Nicht nur, dass hier Power und Reset platziert sind, nein, hier sind auch die Auslesepunkte für diverse Spannungen zu finden.
- CPU VCore
- CPU PLL
- QPI
- IOH
- IOH PCIe
- ICH
- ICH PCIe
- VDimm
Innerhalb der weißen Plastikbegrenzungen sind jeweils zwei Pins, an denen direkt ausgemessen werden kann. Oder aber, man steckt den beiliegenden Anschluss (etwa 10 Zentimeter lang), um an dessen Ende die Messfühler des Multimeters direkt zu stecken und somit bequem auch dauerhaft die realen Spannungen angezeigt zu bekommen.
Links neben dem Reset-Button sind zudem vier Schiebeschalter zu sehen, die eine ganz besondere Funktion haben: Jeder Schalter ist für jeweils einen Grafikkartenslot zuständig, um diesen entweder mit Strom zu versorgen oder eben nicht. Sollte es also zu Problemen in einer Mutli-GPU-Umgebung kommen, kann durch Abschalten einzelner Slots die Fehlersuche vereinfacht werden. Ganz interessant ist dieses Feature, wenn Grafikkarten mit Kompressoren, Trockeneis oder LN2 gekühlt werden und der Systemabbau relativ umständlich ist. Einfach Schalter umlegen und schon bekommt der entsprechende Slot keinen Saft mehr.

Direkt neben dem ATX-Anschluss sind vier LEDs platziert. Mit ihrem Aufleuchten und Erlöschen signalisieren sie verschiedene Bootstati. Ebenfalls hilfreich bei der Fehlersuche.

Unterhalb des untersten Grafikkartenslots befinden sich zwei Lüfteranschlüsse sowie einer von insgesamt zwei zusätzlichen Molex-Anschlüssen. Diese werden benötigt, wenn Multi-GPU-Konfigurationen genutzt werden (speziell ATI). Denn in diesen Situationen wird viel Strom über die Slots gezogen, wo die zusätzlichen Molex-Anschlüsse stabilisierend eingreifen.

In der rechten unteren Ecke des Mainboards befinden sich die beiden BIOS-Chips, der Anschluss für die OC-Station (ein externes Overclocking-Panel, welches es nicht zu kaufen gibt), USB-Anschlüsse, die Frontpanel-Anschlüsse sowie den BIOS-Switch, mit dessen Hilfe sich die Nutzung der BIOS-Chips ändern lässt.

Insgesamt stehen auf dem Rampage III Extreme satte 9 SATA-Ports zur Verfügung. Sechs davon werden durch Intels ICH10 gestellt, einer kommt vom Zusatzchip JMicron JMB363 und zwei SATA 6 GBps-Ports werden durch einen Marvell-Controller bereitgestellt. Mehr als genug Optionen für Festplatten, die beim benchmarken aber nur sehr selten genutzt werden.

Besagter JMicron JMB363 wird zwischen den PCIe-Slots platziert.

Hier sehen wir VIAs VT6308P, einen Chip, der für FireWire zuständig ist. Außerdem sehen wir am rechten Bildrand den zweiten Molex-Anschluss und direkt daneben (hier auf dem Kopf stehend) den NEC-Chip, welcher die USB 3.0-Fähigkeit des Rampage III ermöglicht.

Als Soundlösung wird ein Realtek ALC889 High Definition Audio-Chip verbaut.

Bei den Ramslots geht ASUS seit ein paar Mainboardmodellen ebenfalls einen neuen Weg. Speicherriegel werden nur noch einseitig verriegelt, sodass beim Wechsel am unteren Ende keine Halteklammer mehr gelöst werden muss. Das hat den Vorteil, dass im oberen Slot verbaute Grafikkarten nicht mehr ausgebaut werden müssen, wenn der RAM gewechselt wird.
Weiterhin platziert ASUS unterhalb der Speicherslots noch einen 3V 1000 Mikrofarad-Kondensator.

Der gleiche Kondensator wird auch direkt neben dem CPU-Sockel, eingekreist von weiteren Feststoffkondensatoren, verbaut.

Die verbaute Kühllösung, die unter anderem für die Verzögerung des Rampage III Extreme verantwortlich war, ist grundsätzlich passiv ausgeführt. Das Republic of Gamers-Logo wird im Betrieb rot beleuchtet. Der rechts daneben befindliche, rote Kühlerteil, kann abgeschraubt und durch einen größeren, aktiven Kühlerteil ersetzt werden. Dieser liegt dem Mainboard bei.

Was hier so aussieht wie Staub, ist in Wirklichkeit keiner. Der rote Teil der Kühlkonstruktion ist mit einem Lack versehen, der eine raue Oberfläche hat. Dies kommt der Optik zu gute.

Last but not least werfen wir hier einen Blick auf das I/O-Panel unseres neuen Bench-Boards. Neben P/S2 für die Tastatur, insgesamt 8 USB-Ports (zwei davon USB 3.0, blau), Audio, FireWire, SPDIF out, eSATA und LAN finden wir noch einen CMOS-Clear-Button sowie ein weiteres Hauptfeature: ROG Connect.
Mit dem beiliegenden ROG Connect-Kabel lässt sich das Rampage III mit einem beliebigen anderen PC verbinden. Über zusätzliche Software lässt sich dann das Rampage steuern. Start, Reset, CMOS-Clear und Shutdown sind dabei nur die rudimentärsten Dinge, die sich durchführen lassen. Viel interessanter sind die Möglichkeiten, die sich in Sachen Taktraten, Spannungen und Überwachung ergeben. Bei Bedarf kann man beispielsweise die CPU-Taktrate für den CPU-Test im 3DMark06 verringern, gleichzeitig die VCore sowie die Temperatur überwachen und so das Benchsystem "fernsteuern".
Ein sehr interessantes Overclocker-Feature!
Genug der Bilder, jetzt wollen wir erste Benchmarkergebnisse sprechen lassen.

Gleich das erste Ergebnis beim Vortesten zur AOCM war ein Top Ten-Score im Aquamark 3. Und das mit einem relativ schlecht taktenden Retail-Prozessor. Als Randnotiz können wir sagen, dass das EVGA Classified E762 bei gleichem Takt noch einen kleinen Tick effizienter ist, jedoch konnten wir auf dem Rampage III noch etwas mehr Takt fahren (CPU- und Uncore-Takt). Das resultiert dann in einem um ca. 6.000 Punkte höheren Ergebnis beim Rampage III.

Außer bei unserem Rekord im 3DMark03 im letzten Jahr stehen wir mit dem 3DMark03 immer irgendwie auf Kriegsfuß. Irgendwie bekommen wir nicht raus, warum wir verhältnismäßig langsame Ergebnisse bekommen. Ein fehlendes XP ist sicher ein Grund, es muss aber noch andere geben. Wobei 108k nicht unbedingt wertlos sind….

Über 50k mit nur einer GPU waren zum Zeitpunkt des Scores Platz 2 in dieser hwbot-Kategorie. Und das mit luftgekühlter Grafikkarte, suboptimalem OS und nur einem Set & Run. Das kann sich sehen lassen.

Mit 37k im Single-GPU-Ranking konnten wir ebenfalls eine Top-Platzierung im hwbot erzielen. Dieser Score war kurzzeitig Platz 3 im Ranking.
Mittlerweile sind diese Platzierungen aber deutlich überholt, da dank erhöhter Verfügbarkeit von NVIDIAs Fermi-Karten mehr Ergebnisse im Bot vorhanden sind - und diese dann mit tiefgekühlten Grafikkarten, wogegen eine luftgekühlte Karte nicht mithalten kann.

Mittlerweile - die 3. AOCM ist Vergangenheit - haben wir einen neuen Prozessor, welcher deutlich besser läuft. Gametests mit bis zu 6,2 GHz, die CPU-Tests mit bis zu 5,85 GHz (ROG Connect lässt grüßen!). Und schon haben wir fast 1,1k Punkte mehr, wobei die Grafikkarte noch immer luftgekühlt ist. Das lässt hoffen.
Alles in allem sind wir total zufrieden mit ASUS' neuem Flaggschiff. Wenn, ja wenn - unser Q3QP-ES denn auf diesem Board funktionieren würde. Denn diese CPU ist bisher das beste Stück Gulftown-Silizium, welches wir in den Händen hatten (immerhin bereits 7 Stück).
Komischerweise funktioniert der Q3QP auf dem Konkurrenzboard hervorragend und das Rampage III Extreme funktioniert sowohl mit dem Q3FE als auch mit Retails hervorragend. Nur in Kombination wollen beide Komponenten nicht. Wobei wir dieses Verhalten (kein Boot ins Windows selbst bei Standardtakt) erstmal dem Prozessor anlasten - immerhin ist es ein ES.
Wir freuen uns, zukünftig weiter mit diesem Board arbeiten zu können. Das Look & Feel vom Rampage II Extreme war auch mit dem R3E sofort wieder da und die Ergebnisse sprechen für sich. An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei Christian von ASUS für das Vertrauen danken, was wir hoffentlich wieder mit Top-Ergebnissen "zurückzahlen" werden.
|
|
Thema: Antec TruePower Quattro 1200 Watt OC-Edition |
|
|
Ob der Postbote zweimal geklingelt hat, kann ich mangels Abwesenheit nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass heute ein Paket ankam.

Was da wohl drin sein kann?! Bereits der erste "Schnitt" offenbarte, dass es etwas ist, auf was wir BenchBrothers bereits ein paar Tage warten:


Overclocking-Edition ist immer gut - egal, was es ist. In diesem speziellen Fall aber handelt es sich um ein Netzteil, welches seit erscheinen des Gulftown von vielen namhaften Overclockern genutzt wird: Das Antec TruePower Quattro 1200 Watt in der OC-Edition.

Doch was ist so speziell am Antec-NT? Nun, es bietet einige Besonderheiten, welche es bei der Konkurrenz nicht gibt. Diese Aspekte führen dazu, dass es nach Meinung vieler, weltweit agierender Übertakter, DAS Netzteil schlechthin ist, wenn es um den Enthusiastenbereich geht. Und wenn man sich lediglich das Team "PURE" anschaut, seit Monaten bereits auf Rang 1 der hwbot-Teamwertung, und wie oft dort das Antec TruePower verwendet wird, kommt man ganz schnell zu dem Schluss, dass Antec hier einen grandiosen Job gemacht hat. Und genau davon wollen wir uns am eigenen Leib überzeugen. 
An dieser Stelle möchten wir ein großes Dankeschön in Richtung Antec loswerden. Nach kurzem Kontakt bekamen wir das Netzteil unkompliziert zur Verfügung gestellt, was uns riesig freut. Wir hoffen, dass in uns gesetzte Vertrauen in Form von guten OC- und Benchmark-Ergebnissen zurückzahlen zu können. 
Doch nun genug der Vorrede, schauen wir uns das Netzteil doch einmal genauer an.

Die Verpackung ist noch versiegelt, ein Antec-Schriftzug versperrt den Weg. Doch schnell ist diese Hürde genommen.

Im Karton erwartet uns ein in Schaumstoff verpacktes Netzteil, welches von üppigen Kabelbergen umgeben ist. Eine kurze Produktübersicht mit den wichtigsten Angaben liegt obenauf.

Neben dem Kaltgerätekabel liegen in einer Plastiktüte insgesamt sieben weitere Kabelstränge bei, die optional am Netzteil befestigt werden kann. Das Antec TruePower Quattro (oder auch kurz TPQ genannt) bietet also auch Kabelmanagement.

Das Kaltgerätekabel ist kein Herkömmliches. Eine rechteckige Steckerform sowie ein sehr dickes Kabel sind nicht alltäglich, bisher kennen wir dies nur noch von einem älteren Silverstone-Netzteil.

1200 - ein "dezenter" Hinweis auf die Leistungsfähigkeit des NTs.

Hier haben wir die Leistungswerte auf einen Blick. Sagenhafte sechs 12 Volt-Leitungen stehen zur Verfügung, die jeweils bis zu 38 Ampere liefern können. In Summe können über diese sechs 12 Volt-Schienen bis zu 1200 Watt an Verbraucher abgegeben werden. Betrachtet man diese Daten, so fällt auf, dass Antec sehr konservativ zu Werke geht, wenn es um die Angabe der dauerhaften Last geht. Rechnerisch könnte das Netzteil noch deutlich mehr.
Diese konservative Angabe ist unter Umständen mit ein Grund dafür, weshalb dieses Netzteil unter Übertaktern so beliebt ist. Denn viele sind von der Leistungsfähigkeit sowie von der Spannungsstabilität begeistert - und genau das lässt sich mit einem großzügig dimensionierten, aber konservativ eingeordneten NT wesentlich besser erreichen als mit einm hochgezüchteten, aus dem letzten Loch pfeiffenden Versorger.

Der ATX-Anschluss ist ummantelt und lässt sich so sehr gut anstecken und entfernen. Keine schmerzhaften Plasikkanten, die einem teilweise den Spaß verderben.


Eine weitere Besonderheit des Antec TPQ 1200. Jeder PCI-Express-Anschluss (das Netzteil bietet insgesamt acht davon!!) ist mit einem solchen Kondensator ausgestattet. Die "PowerCache" genannte Technologie soll helfen, kleinste Ungleichmäßigkeiten in der 12 Volt-Versorgung auszugleichen. Ein weiterer Schritt, das Netzteil für den Overclocker interessant zu machen. Denn nichts ist im High-End-Bereich schlimmer, als ungleichmäßige Versorgungsspannungen.

Ein weiteres Feature. Die OC-Edition des TPQ 1200 bietet die Möglichkeit, von außen per Drehknopf sowohl die Lüfterdrehzahl als auch die 12 Volt-Schienen zu regulieren. Sollte das Netzteil also einmal nicht zufriedenstellende Werte auf den 12 Volt-Leitungen liefern (was wahrscheinlich so schnell nicht passieren wird), so kann im Bereich zwischen 11,8 und 12,6 Volt nachgeregelt werden.

Anders als bei vielen anderen Netzteilen, verwendet Antec nur einen Lüfter, der die Luft waagerecht durch das komplette Innenleben befördert.

Hier sind die Anschlussmöglichkeiten für die optionalen Kabelstränge zu sehen. Es sind zwar nicht viele modulare Stränge, jedoch ist jede Möglichkeit zum Kabelmanagement willkommen.

Hier noch einmal das Netzteil in voller Länge, mit "dezenter" Leistungsangabe.
Leider haben wir kein professionelles Test-Equipment, um Netzteile im Stile von AnandTech und Planet 3DNow! zu testen. Unsere Härtetests werden in erster Linie Gulftowns und Grafikkarten werden, die im worst case schon so manches Kilowatt-Netzteil in die Knie gezwungen haben. Wobei wir da beim Antec TruePower Quattro 1200 guter Dinge sind, dass dies nicht passieren wird. 
Zum Abschluss haben wir noch ein paar Daten in einer Liste zusammengefasst:
- Hersteller: Antec
- Produktseite
- 80 Plus silber zertifiziert
- SLI-/CrossFire-zertifiziert
- 80 mm PWM-Lüfter
- Kabelmanagement
- Active PFC
- 1x 24 Pin ATX-Anschluss
- 1x 8 Pin EPS-Anschluss
- 1x 4+4 Pin EPS-Anschluss
- 4x 6+2 Pin PCIe-Anschluss
- 4x 6 Pin PCIe-Anschluss
- 11x SATA
- 9x Molex
- 2x Floppy
Das Antec TruePower Quattro 1200 Watt OC-Edition bietet alles, was das Übertakter-Herz begehrt. Daher wollen wir uns nochmals bei Antec für die Leihstellung bedanken und freuen uns, zukünftig mit diesem guten Stück arbeiten zu können.
|
|
Thema: Intel Core i7 980X "Gulftown" |
|
|
Nachdem bereits im November des letzten Jahres erste (beeindruckende) Benchmarkergebnisse von Intels neuen 32 Nanometer-CPUs begutachtet werden konnten, war es im März endlich soweit. Der erste Desktopprozessor in 32 Nanometer-Fertigung mit ganzen 6 Kernen mit Codename Gulftown wurde vorgestellt. Die Eckdaten der neuen Generationen lesen sich - für den Benchmarker - beeindruckend: 6 Kerne plus Hyperthreading ergeben 12 logische Prozessorkerne, die 32 nm-Fertigung verspricht höhere Taktraten als bei den Bloomfield-Prozessoren. Der auf 12 Megabyte vergrößerte L3-Cache sollte in einigen Anwendungen ebenfalls einen Vorteil bringen.
Was bedeutet das für uns?
In erster Linie ist unser bisheriger Benchprozessor, der Xeon W3540, für Benchmarks aller Art "wertlos". Rekorde können keine mehr damit gebrochen werden. In zweiter Linie bedeutet es, dass wir - sofern wir konkurrenzfähig bleiben wollen - mit 1.000 Euro-CPUs arbeiten müssen. Denn der bisher einzige Ableger der Architektur ist der Core i7 980X, welcher für eben diesen Preis gehandelt wird. Es steht also eine teure Zukunft ins Haus, wenn wir ein gutes Exemplar finden wollen.
So kommt es, dass wir bisher mit insgesamt 3 Gulftowns in Berührung gekommen sind. Zwei Retail-Exemplare sowie ein Engineering Sample von Intel (vielen Dank für die Leihstellung) sind bisher durch unsere Hände gegangen und haben Bekanntschaft mit unserer Kaskade gemacht. Und natürlich hieß es Anfangs, ohne Rücksicht auf die Effizienz, die neue Architektur kennen zu lernen und Erfahrungen zu machen. Daher war es nicht ganz verwunderlich, dass wir bei den ersten Gehversuchen keine überragenden Ergebnisse erzielen konnten. Aber für die absolut ersten Tests gingen die Scores durchaus in Ordnung.
Hier haben wir die ersten hwbot-Scores mit dem Gulftown:

5,8 GHz durch Aquamark3 sind unter Kaskade das Höchste der Gefühle. Für den Takt geht das Ergebnis aber allemal in Ordnung.

Der Screenshot ist zwar "versaut", das Ergebnis geht für 5,6 GHz aber durchaus in Ordnung. Das Gigabyte GA-X58A-UD7 ist sehr effizient, ca. 100 Punkte mehr als beim EVGA Classified E762 stehen bei gleichem Takt zu Buche.

Mit 5,35 GHz unter Kaskade ist Intels ES schon einer der besseren CPUs. Wobei wir die beiden Retails noch nicht durch den Vantage getestet haben, die bisherigen Erkenntnisse aus dem Internet sprechen jedoch eine eindeutige Sprache.
Eines darf man aber nicht vergessen: Bei Bloomfield-Prozessoren war mit Spannungen ab 1,5 bis 1,6 Volt das Maximum erreicht, Gulftowns skalieren an dieser Stelle deutlich weiter (wie man an den Screenshots sehen kann). Das führt dazu, dass selbst unsere starke Kaskade bei starkem Workload deutlich einbricht. Für erstklassige Ergebnisse muss also LN2 her, damit man tiefere Temperaturen erzielen kann bzw. die Temperaturen unter Last nicht so stark einbrechen. Daher ist es kein Wunder, dass wir bereits kurz nach Markteinführung unsere erste LN2-Session abgehalten haben. Und diese Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen.
Am 29.03. konnten wir mit Retail-CPU Nummer 1 folgende Scores erzielen:

Unsere bisher beste 1M-Zeit konnten wir um mehr als 3 Zehntelsekunden verbessern.

PiFast konnten wir mit über 6,2 GHz durchlaufen lassen, wobei wir unsere bisher beste Zeit um fast eine ganze Sekunde verbessern konnten.
Da wir am 29.03. arge Probleme mit unserer Grafikkarte hatten, gab es keine weiteren 3D-Ergebnisse zu sehen. Lediglich einen CPU-Test im 3DMark Vantage haben wir in Angriff genommen, welcher bei 5,5 GHz problemlos durchlief. In Anbetracht der 3D-Probleme haben wir aber kein weiteres LN2 damit verschwendet - keine Ahnung, wo wir sonst noch gelandet wären.
Am 30.03. ging es dann mit dem restlichen LN2 und Retail-Chip Nummer 2 weiter. SoF besuchte uns mit seinem Gulftown-System, hatte allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen. Nichts desto trotz konnte er einige gute Ergebnisse einfahren, die man in seinem Bericht nachlesen kann.
Wir konnten ein unerwartet gutes Ergebnis im AM3 erzielen:

Die Effizienz ist absolut Top. Insgesamt bedeutet dieser Score Platz 4 weltweit, nur noch überboten von ES-CPUs! Möglich wurde dieses Ergebnis erst durch eine - im Gegensatz zum Vortag - funktionierende Grafikkarte. Abschließend haben wir noch einen Durchlauf im 3DMark05 in Angriff genommen:

Noch einmal über 1.000 Punkte mehr als unter Kaskade sind nicht zu verachten. Leider wurden weitere Versuche durch Kondenswasser im Bereich der Speicherslots zunichte gemacht, sodass wir das System abschalteten und auftauten.
Die erste LN2-Session hat uns zudem wichtige Erkenntnisse gebracht. Denn unter LN2 liefen die beiden Retail-Chips genau anders herum wie unter Kaskade. Der Chip, der unter Kaskade den besseren Eindruck gemacht hat, war unter LN2 nicht ganz so stark. Der zweite Chip, unter Kaskade nur zweite Wahl, drehte unter LN2 auf. Bessere Temperaturen und ein besserer Uncore eignen sich für 3D-Ergebnisse wesentlich besser. Insofern muss man wohl jeden Chip unter LN2 testen, um den idealen Gulftown zu finden.
Soweit zu unseren ersten Gehversuchen mit Intels Gulftown. Es gibt noch viel zu lernen, die ersten guten Erkenntnisse sind aber bereits gemacht. Es bleibt also spannend, auch im Hinblick auf die am 24./25. April stattfindende 3. AOCM.
|
|
Thema: Gigabyte GA-X58A-UD7 |
|
|
In den letzten Tagen haben wir erste Tests mit Intels neuem 6-Kern-CPU Gultown aka Intel Core i7 980X gemacht. Unter anderem haben wir auch das Gigabyte GA-X58A-UD7 verwendet, um dessen Effizienz zu testen. Herasugekommen ist ein respektables Ergebnis im 3DMark05:

Für Kaskadenkühlung auf der CPU und Single-Stage-Kühlung auf der GPU ist das Ergebnis ziemlich gut - rund 100 Punkte mehr als auf dem EVGA Classified E762 bei gleichen Taktraten. Also einmal mehr der Beweis, dass das X58A-UD7 sehr effizient arbeitet - aber einen schlechten Prozessor kann leider auch das beste Board nicht besser machen. Denn die CPU war hier definitiv der limitierende Faktor - wie auf anderen Boards übrigens auch.
|
|
Thema: Gigabyte Overclocking Contest ist gestartet |
|
|

Gigabyte hat einen neuen Overclocking-Contest gestartet. Ziel ist es, in den Benchmarks SuperPI 1M und Intel Burn Test bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.
Die schnellsten Teilnehmer des bis zum 31.03. laufenden Contests treten dann am 10. und 11. April live in Hamburg gegeneinander an.
Voraussetzung zur Teilnahme ist die Nutzung eines Gigabyte-Mainboards.
Weitere Informationen finden sich auf der Contest-Seite von Gigabyte
|
|
Thema: LN2 am 05.02.2010 - Die Gigabyte-Session |
|
|
Am 05.02.2010 war es erstmalig im Jahr 2010 soweit: Wir trafen uns bei der Topas GBS Datentechnik in Cottbus, um unsere erste LN2-Session abzuhalten. Dabei stand diese Session ganz im Zeichen von Gigabyte, da wir zwei Setups jeweils mit Mainboards dieses Herstellers betreiben wollten. Setup 1 war dabei mit dem GA-X58A-UD7 ausgestattet, welches wir ein paar Tage vorher von Gigabyte erhalten haben.
Insgesamt bestand das "große Setup" aus folgenden Komponenten:
- Gigabyte GA-X58A-UD7
- Intel Core i7 975 XE
- 3x 2 GByte Corsair DDR3-1866
- PowerColor HD 5870
- OCZ Z-Drive
- Corsair HX1000w
- Enermax Revolution85+ 1050w
- CPU-Pot by Otterauge
- GPU-Pot by ??? (Hersteller unbekannt
)
Und so sah das Setup während des Gebrauches aus:




Masterchorch war dafür zuständig, das System mit kühlendem LN2 zu versorgen. Und die Grafikkarte benötigte davon nicht gerade wenig.....
Zunächst hieß es, die Grafikkarte auszutesten. Mit einer humanen Spannung von 1,4 Volt lief die Karte letztendlich mit 1360/1275 durch den 3DMark Vantage - kein schlechter Takt. Als Ergebnis stehen 25,7k zu Buche:

Compare-URL
Nach diesem Durchlauf sollte noch ein wenig am CPU-Takt gearbeitet werden, was allerdings keinen Erfolg brachte. Nicht, weil der CPU nicht höher wollte, sondern weil wir immer wieder mit Abstürzen konfrontiert wurde. Also gingen wir kurzerhand zum 3DMark06 über.

Das Ergebnis von 31.911 MHz erscheint auf den ersten Blick als enttäuschend. Ist es im Prinzip auch, allerdings müssen wir uns den Score detaillierter ansehen.

Bereits während des Durchlaufes konnten wir im GT4 einen unnormalen Frameverlauf feststellen. Der Framecounter sprang beliebig hoch und runter und das Bild zuckte ab und zu. Und wenn man das Ergebnis mit AndreYangs Single-GPU-Weltrekord vergleicht, so sieht man, dass wir den Run ausschließlich in GT4 verloren haben. Mit einem normalen Run wären 33 - 33,5k im Bereich des Möglichen gewesen - und das bei weniger als 5,3 GHz CPU-Takt.
Weitere Anläufe scheiterten mit diesem Setup, weshalb wir letztendlich abbauten. Anschließend sahen wir auch, woher unsere Abstürze kamen. Die Isolierung war nicht perfekt und es hatte sich etwas Eis im PCIe-Slot breitgemacht. Somit blieb der Vantage-Score der einzige "brauchbare" Score dieses Setups unter LN2.
Der Vollständigkeit halber hier noch das 3DMark03-Ergebnis, welches wir während der Vortests mit Kaskade auf der CPU und Singlestage auf der GPU erzielen konnten:

Insgesamt lässt sich zum GA-X58A-UD7 sagen, dass es einen potenten Eindruck hinterlässt und mit dem neusten BIOS auch sehr zuverlässig arbeitet. An diesem Abend half uns die Erkenntnis aber leider nicht mehr weiter.
Das zweite Setup war unspektakulärer. Es handelte sich um:
- Gigabyte GA-P55A-UD6
- Intel Core i5 670
- NVIDIA GeForce 9800 GTX
- 2x G.Skill DDR3-2200
- OCZ EliteXStream 1000w
- SATA-HDD von Seagate
- LN2-Pot by Otterauge

Hier das Setup, allerdings bereits beim Auftauen. Die Tests mit diesem P55-Setup verliefen nicht gerade sehr gut. Die CPU benötigte Temperaturen um -145 Grad, um überhaupt ein wenig in Fahrt zu kommen, wenn bei gerade einmal 6 GHz davon überhaupt die Rede sein kann. Dabei sahen die Vortests unter Luft recht vielversprechend aus:

Mit 248 MHz BCLK konnten wir einen hervorragenden Wert erreichen, der uns für die LN2-Tests alle Taktmöglichkeiten offen ließ. Allerdings hatten wir über die Batch des verwendeten 670 bisher nichts gutes gelesen. Wenig Takt und dazu noch keine tiefen Temperaturen. Dennoch gaben wir dem System einen Versuch, wurden jedoch schnell eingebremst.
Mit 6 GHz ins Windows zu booten - daran war anfangs nicht zu denken. Nach einigen Versuchen und einem langsamen Herantesten konnten wir immerhin glatte 7 Sekunden im SuperPI 1M erreichen:

Wie man hier bereits sieht, waren schon über 1,8 Volt fällig, bei etwa -140 Grad. Zwar skalierte die CPU mit der Temperatur und mit Spannung, allerdings eben sehr schlecht. Mit einigen weiteren Versuchen konnten wir immerhin noch die Sub 7-Sekunden erreichen:

Weitere Versuche, mit anderem BCLK und Multi, anderem Speichertakt und -timings, anderen Spannungen und anderen Temperaturen verstärkten den Eindruck, am Limit des CPUs angekommen zu sein. Daher wurde das Setup anschließend abgebaut und abgetaut. Immerhin konnten wir unsere bisher beste Zeit im SuperPI 1M um knapp 0,3 Sekunden verbessern, insgeheim hatten wir uns aber mehr erhofft.
Da war doch noch was....


Das OCZ Z-Drive stand uns für diese Session zur Verfügung, ebenso wie zwei OCZ Agility. Der geneigte Bencher wird wahrscheinlich sofort an einen geschmeidigen Durchlauf des PCMark05 denken, wo man mit einem guten Festplatten-Setup sehr viel gutmachen kann. Allerdings versagt das Z-Drive in dieser Disziplin auf ganzer Linie, da es zwar exorbitante Leseraten bei großen Dateien aufweißt, bei den im PCMark geforderten Disziplinen aber schlecht aussieht. Beispiel gefällig? XP Startup brachte rund 43 MByte/s hervor, während eine Intel X25M G1 bereits zwischen 93 und 96 MByte/s schafft.
Jedenfalls bleibt festzuhalten, dass das Z-Drive mit seiner langen Bootphase (bis der Controller initialisiert ist) keine Argumente für den Bencher bietet.
Nachdem beide Setups abgebaut waren, nur insgesamt drei Ergebnisse zu Buche standen, wovon nur eines zufriedenstellend ausfiel, reifte der Entschluss, sich am nächsten Tag noch einmal zu treffen und weitere Tests durchzuführen. Mangels LN2, was zwischenzeitlich versiegt war, wieder mit Kaskade auf der CPU und Singlestage auf der GPU. Gesagt, getan. Am Samstag Nachmittag wurde alles aufgebaut und es konnte losgehen.


Wie man sieht, ist ein Setup mit Kaskade und Singlestage wesentlich entspannter zu handhaben. Masterchorch und Hoschi wirken fast gelangweilt.
Für diese Session sind wir allerdings auf ein EVGA Classified E762 gewechselt, welches sich seit ein paar Wochen in unserem Besitz befindet und welches wir ebenfalls kennenlernen wollten.

Die Corsair Dominator DDR3-1866 gehören bereits seit mehreren Monaten zu unseren treuen Begleitern. Farblich passen sie sehr gut zum EVGA-Mainboard.
Relativ schnell konnten wir einen brauchbaren Durchlauf im 3DMark05 erzielen:

Wäre dieser Durchlauf am Vorabend mit LN2 auf CPU und GPU geglückt, wären 44 - 44,5k wahrscheinlich locker möglich gewesen.

Auch im Aquamark konnten wir ein respektables Ergebnis erzielen. Bei rund 1080 MHz Speichertakt sind allerdings die Corsair-Riegel am Limit - hier müssten wir mal für ein potenteres Speicherriegelpärchen sorgen.

Zu guter letzt war ein 3DMark06 dran, der immerhin 32,8k Punkte hervorbrachte. Vergleicht man diesen Durchlauf mit dem Ergebnis von 31.911 Punkten, so wird umso deutlicher, welch gutes Ergebnis uns durch GT4 flöten gegangen ist.

Denn trotz rund 50 MHz mehr CPU-Takt sind wir in den Gametests teilweise langsamer, sodass rund 33,5k immer realistischer erscheinen - aber hätte, wenn und aber - der Run wurde im GT4 verloren.
Insgesamt hinterlässt das letzte Wochenende ein gemischtes Gefühl, lässt aufgrund der an den Tag gelegten Performance pro MHz für kommende Sessions aber hoffen. Denn das, was am letzten Wochenende nicht geklappt hat, wird bei der nächsten Session bestimmt wieder besser laufen.
|
|
Thema: Gigabyte GA-X58A-UD7 |
|
|
Vor einigen Tagen haben wir von Gigabyte Deutschland deren derzeitiges Top-Mainboard GA-X58A-UD7 zur Verfügung gestellt bekommen. Die auf dem X58 basierende Hauptplatine bietet alles, was technisch derzeit möglich ist: USB 3.0, SATA 6 Gbps, Ultra Durable 3-Technologie, Gulftown-Support, 24 Phasen-Stromversorgung, SLI- und CrossFire-Support und eine Wasserkühl-Lösung für den Chipsatz. Das perfekte Mainboard für den Wasserkühlungs-User? Oder sogar das perfekte Mainboard für den Extrem-Übertakter? Wir werden es sehen....
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Spezifikationen.
- Sockel 1366 (Support für alle S1366-Prozessoren)
- Intel X58 + ICH10
- 6x DDR3 240 Pin Speicherslots (unterstützt DDR3-800 / 1066 / 1333 / 2200 (OC) ), maximal 24 GByte
- unterstützt Intel XMP
- Realtek ALC889 High Definition Audio
- 2x RTL8111D Gigabit-LAN (unterstützt Teaming)
- unterstützt 2 / 3-way Crossfire und NVIDIA SLI
- 6x SATA 3 Gbps (unterstützt Raid 0 / 1 / 5 / 10)
- 2x SATA 6 Gbps (Marvell 9128, unterstützt Raid 0 / 1)
- 1x IDE (2 Geräte mit UDMA-33 / 66 / 100 / 133)
- 2x SATA 3 Gbps (über Gigabyte SATA2-Chip, unterstützt Raid 0 / 1 / JBOD)
- 2x eSATA (über JMB362, unterstützt Raid 0 / 1 / JBOD)
- 10x USB 2.0 (6x über I/O-Panel, 2x davon eSATA/USB-Combo)
- 2x USB 3.0 (über NEC-Chip am I/O-Panel)
- Texas Instruments TSB43AB23 (bis zu 3 IEEE 1394a-Geräte, 2x am I/O-Panel)
- ATX-Formfaktor (244 x 305 mm)
- unterstützt Windows XP / Vista / 7
- Gigabyte Dual-BIOS
- Power- und Reset-Button onboard
- Port 80 Diagnose-LED
- Link zur Produktseite
- Geizhals-Link
Nun genug der theoretischen Werte, lassen wir ein paar Bilder sprechen.

Gigabyte liefert das X58A-UD7 in einer großen Verpackung mit Haltegriff aus. Auf dem Karton lässt sich die Spezifikations-Vielfalt bereits erahnen.


Der Lieferumfang fällt recht üppig aus. Neben dem Board liegen noch folgende Dinge im Karton:
- Benutzerhandbuch (englisch)
- Installationsanleitung (mehrsprachig)
- SMART6 Bedienungsanleitung (englisch)
- Treiber-DVD (inklusive Norton Internet Security)
- Gigabyte-Casebadge
- Dolby Home-Theater-Casebadge
- I/O-Blende
- 2-way SLI-Brücke
- 3-way SLI-Brücke
- 4x SATA Datenkabel (2x gewinkelte Stecker)
- 1x IDE-Datenkabel
- 1x Slotblende
- 1x eSATA-Slotblende (zum Ausführen von zwei SATA-Anschlüssen)
- 1x eSATA Stromadapter
- 2x eSATA Datenkabel
Vielleicht wären ein paar Anschlussvarianten für den Wasserkühlungs-Block auf der Northbridge noch sinnvoll gewesen, im Großen und Ganzen ist aber alles dabei, was man zur Inbetriebnahme des Mainboards benötigt. Gehen wir nun zum Layout des Probanden über.

Gigabyte-typisch ist das Mainboard in blau/weiß gehalten. Der Anblick wirkt stimmig und wird durch die Kühlkonstruktion von North- und Southbridge sowie den Spannungswandlern dominiert. Vier PCI Express x16-Slots sorgen für ausreichend Spielraum in puncto Grafikkarten-Power. Aus der Praxiserfahrung heraus lässt sich sagen, dass die Speicherslots etwas näher am CPU-Sockel platziert sind als bei anderen Mainboards. Dies wird sicherlich der Signalqualität zwischen RAM und Speichercontroller zugute kommen, hat unter Umständen aber Einfluss auf die verwendeten Kühlerhalterungen im Extremkühlungs-Bereich. So mussten wir unsere Kaskadenhalterung leicht modifizieren, damit sie am links platzierten Speicherriegel vorbeipasste.

Unterhalb der Erweiterungsslots, in der ganz linken Ecke, platziert Gigabyte zwei BIOS-Chips. Der linke davon ist das Main-BIOS, der rechte davon das Backup-BIOS. Der Mainboard-Tot durch einen fehlgeschlagenen Flashvorgang sollte dadurch der Vergangenheit angehören. Neben den BIOS-Chips befindet sich der (mittlerweile sehr selten gewordene) Floppy-Anschluss, daneben widerum ein IEEE 1394a-Anschluss sowie einer von insgesamt sechs Lüfteranschlüssen.

An der rechten unteren Ecke des Mainboards geht es mit zwei zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten für insgesamt vier USB-Ports, einem IDE-Anschluss sowie den Frontpanel-Pfostensteckern weiter. Außerdem zu sehen: Die Port80 Diagnose-Anzeige. Die Fehlersuche wird also bei Bedarf deutlich vereinfacht.

Die SATA-Anschlüsse des X58A-UD7 sind allesamt gewinkelt ausgeführt und so gestaltet, dass auch Kabel mit Halteklammern verwendet werden können. Die blauen Ports werden dabei von der ICH10R bereitgestellt, die weißen Ports werden vom Gigabyte SATA2-Chip bzw. vom Marvell 9128 bereitgestellt. Wer SATA 6 Gbps nutzen möchte, der muss seine Festplatte(n) an die rechten, weißen Ports stecken - diese werdem vom Marvell-Chip bereitgestellt.

Der TSB43AB23 von Texas Instruments, welcher sich zwischen den Erweiterungsslots und dem Southbridgekühler verstekt, bietet die FireWire-Funktionalität. Bis zu drei Geräte können angeschlossen werden.
Zudem ist auf diesem Bild gut zu sehen, dass Gigabyte die Verriegelung der PCIe x16-Slots so baut, dass die Entriegelung der Grafikkarte auf deren Oberseite vorgenommen werden kann. Verrenkungen der Finger, wie sie bei anderen Lösungen teilweise vorkommen können, gehören so der Vergangenheit an.

Das I/O-Panel wirkt gut besetzt. P/S2 sowohl für Maus als auch Tastatur sind mittlerweile eine Seltenheit geworden, beim X58A-UD7 wird aber weiterhin darauf gesetzt. Weiterhin finden wir noch folgende Anschlüsse vor:
- 2x SPDIF out (1x optisch, 1x koaxial)
- 1x CMOS-Clear-Button
- 2x IEEE 1394a (1x 4 PIN, 1x 6 PIN)
- 4x USB 2.0 (orange, blau)
- 2x USB 3.0 (schwarz)
- 2x eSATA/USB Kombi-Anschlüsse (orange)
- 2x RJ-45 Netzwerk
- 6 Audiojacks

Oberhalb des obersten PCIe x16-Slots platziert Gigabyte den Taktgenerator vom Typ ICS9LPRS14EKLF.

Hier sind zwei weitere Zusatzchips zu sehen. In der Mitte des Bildes befindet sich Realteks ALC889, welcher für die High Definition Audio-Ausgabe zuständig ist, rechts ist einer der beiden Realtek RTL8111D für Netzwerk zu sehen.

Der Chipsatzkühler und dessen Wasserkühlungs-Aufsatz sind mit Metallschrauben fest fixiert. Billige Plastikhalterungen kommen hier nicht zum Einsatz, für ausreichend Anpressdruck ist also gesorgt. Außerdem sieht man links neben dem Wasserkühlungsaufsatz noch zwei Vertiefungen sowie insgesamt vier Schraubenlöcher. An dieser Position lässt sich das mitgelieferte Heatpipemodul befestigen (näheres dazu weiter unten).

Neben den Speicherslots befindet sich ein Power- sowie ein Reset-Button. Die Position ist ziemlich günstig gewählt, da beide Buttons beim gehäuselosen Benchmark-Aufbau gut zu erreichen sind.

Die rückseitige Ansicht bringt zwei interessante Aspekte zum Vorschein:
1. Der Chipsatzkühler wird auf der Rückseite noch zusätzlich mit einem kleinen Metallsteg fixiert.
2. Der zweite PCIe x16-Slot von oben sowie der unterste PCIe x16-Slot sind jeweils elektrisch mit x8 angebunden. Gut zu sehen ist das aufgrund der geringeren Anzahl an Kontakten auf der Rückseite. Multi-GPU-Lösungen können also entweder mit x16/x16 oder x16/x16/x8 betrieben werden.


Hier haben wir das bereits angesprochene Heatpipe-Modul. Es kann am Northbridgekühler mittels der vier mitgelieferten Schrauben befestigt werden und so zur besseren Wärmeabfuhr beitragen. Im Bereich der Extremkühlung ist dieses Zubehör nicht notwendig, da sowohl das Mainboard selbst als auch der Chipsatz gut durchgekühlt werden. Für Luftkühlung allerdings eine sinnvolle Erweiterung.
Erste Erfahrungswerte
Kommen wir nach den ganzen Infos rund um Layout und Spezifikationen nun zu den Erfahrungswerten mit Gigabyte's High End-Mainboard.
Zuerst muss gesagt werden, dass das Mainboard mit dem First Release-BIOS nicht ganz zuverlässig arbeitete. Booten, Rebooten und der Reset nach Abstürzen erfolgte nicht so zuverlässig, wie wir das von anderen Platinen gewohnt sind. Als wir daraufhin das neueste BIOS geflasht haben, war diese Kerbe ausgemerzt und seitdem funktioniert die Hauptplatine sehr zuverlässig. Negativ anzumerken ist lediglich, dass der Bootvorgang stellenweise recht lange dauert, bis endlich ein Bild auf dem Monitor erscheint.
Sehr positiv ist, dass es Gigabyte geschafft hat, die Hauptplatine mit ziemlich niedrigen Spannungen (fast alle auf Default-Werten) zu hohem BCLK zu überreden. Fast aus dem Stand gelang uns folgendes Ergebnis:

Bis 232 MHz konnten wir zudem einen 3DMark Vantage absolvieren, der allerdings einen Negativpunkt hervorbrachte: Die 3D-Leistung lässt oberhalb von 225 MHz BCLK rapide nach. Wir waren bei 232x23 (was unser Xeon W3540 mit links und vierzig Fieber schafft) mit rund 21.000 Punkten im Vantage Performance rund 10 Prozent langsamer als bei 227x23 (rund 23,4k Punkte). Und das trotz 115 MHz weniger CPU-Takt, weniger RAM-Takt und weniger UCLK. Das zeigt, dass das Mainboard auch mit sehr hohen BCLK-Werten durchaus stabil arbeitet, die PCIe-Leistung aber deutlich nachlässt. Die 2D-Leistung im wPrime stimmte widerum, weshalb wir die Verlangsamung auf der PCI Express-Seite vermuten. Weitere Tests werden hier hoffentlich noch für Klarheit bzw. bessere Ergebnisse sorgen.
Am 05.02.2010 hatten wir dann die Gelegenheit, erstmals mit flüssigem Stickstoff auf dem Mainboard zu arbeiten. Da gleichzeitig auch die Grafikkarte, eine PowerColor ATI Radeon HD 5870, mit LN2 gekühlt wurde, galt es in erster Linie, dass Limit der Karte herauszufinden. Anschließend war dann ein kompletter Durchlauf an der Reihe:

Mit mehr als 25,7k Punkten konnten wir ein mehr als respektables Ergebnis erzielen. Anschließend sollte noch am CPU-Takt gearbeitet werden (es war der erste Test dieses Intel Core i7 975 XE unter flüssigem Stickstoff) doch bereits dabei hatten wir vereinzelte Abstürze zu verzeichnen. Also gingen wir zum 3DMark06 über.

Das Ergebnis sieht auf den ersten Blick enttäuschend aus. Im Grunde genommen ist es das auch, der Teufel liegt jedoch im Detail. Vergleicht man diesen Durchlauf mit dem von AndreYangs Single-GPU-Weltrekord, so erblickt man folgendes Bild (für ein größeres und schärferes Bild bitte anklicken):

Im GT1 sind wir einen Tick schneller als er, in GT2 und GT3 minimal langsamer. Verloren haben wir den Durchlauf im GT4, wo wir sagenhafte 25 FPS langsamer waren als er. Das konnten wir bereits während des Benchmarks bemerken, da der Framecounter wild hoch und runtersprang und ab und an ein Zucken im Bild zu sehen war. Andernfalls hätten wir die 33k locker hinter uns gelassen - und das bei gerade einmal 5.283 MHz - fast 300 MHz weniger als AndreYang!
Leider konnten wir keinen weiteren Durchlauf mehr starten, da das System immer instabiler wurde. Nachdem wir abgebaut hatten, war uns auch klar, warum. Unsere Isolation der PCIe-Slots war nicht ganz ideal, sodass sich im PCIe-Slot Eis gebildet hatte. Dennoch wagten wir einen Tag später noch einen Durchlauf mit einem anderen Mainboard. Vergleicht man diese beiden Durchläufe, so zeigt sich ein weiteres Mal, welch gutes Ergebnis uns durch die Lappen gegangen ist:

Trotz 50 MHz mehr CPU-Takt waren wir im GT2 mehr als ein FPS langsamer, im GT3 fast derer fünf FPS (aufgrund des Wechsels von LN2 auf Singlestage-Kühlung), im GT4 hingegen waren wir 23 FPS schneller. Und trotz der teils schlechteren Einzelergebnisse konnten wir knapp 1000 Punkte beim Gesamtergebnis mehr verzeichnen. Wäre der Durchlauf unter LN2 also "normal" verlaufen, dann hätten 33,5k wahrscheinlich locker zu Buche gestanden. Hätte, wenn und aber: Es hat nicht sollen sein - aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Während der Vortests mit Kaskadenkühlung konnten wir übrigens noch einen respektablen Durchlauf im 3DMark03 verbuchen:

Insgesamt zeigt sich, dass Gigabytes GA-X58A-UD7 sehr effektiv arbeitet, sehr zuverlässig ist (sofern man richtig isoliert ) und Lust auf mehr bereitet. Auch wenn unsere erste LN2-Session damit nur wenige brauchbare Ergebnisse hervorbrachte, so konnten wir einige gute Erkenntnisse erlangen, die wir in Zukunft weiter vertiefen werden.
Unser Dank geht zum Abschluss noch einmal an Gigabyte Deutschland für die Bereitstellung des Mainboards! Danke, Basti.
|
|
Thema: ATI HD 5870: Bench-Start |
|
|
Wie wir gestern erfahren haben, war unser Ergebnis zu keiner Zeit ein Weltrekord. Die Kollegen k|ngp|n und Shamino haben weniger als 24 Stunden vor unserem Ergebnis einen Score auf www.kingpincooling.com gepostet, welcher mit 209k Punkten mehr als deutlich vor unserem liegt. Das Unschöne daran: Für dieses Ergebnis war ein Gulftown-Prozessor notwendig, den es erst im ersten Quartal 2010 zu kaufen geben wird - somit besteht leider keine Möglichkeit, mit diesem Ergebnis zu konkurrieren. Dieses Ergebnis war zudem weder bei Ripping.org, bei hwbot.org, bei Xtremesystems.org noch bei Futuremark.com zu sehen - weshalb ich unser Ergebnis auf unserer Seite fälschlicherweise als Weltrekord deklarierte.
Statt uns jedoch freundlich auf unseren bzw. meinen Fehler hinzuweisen ("Tolles Ergebnis, es ist aber leider kein Weltrekord"), erinnerte die Art und Weise der Information eher an einen kleinen Jungen: Ätsch, ich weiß ja was, was du nicht weißt - ihr habt keinen WR.
Wird unser Ergebnis dadurch schlechter? Nein! Erstens liegt das erzielte Ergebnis wie vor dieser Erkenntnis bei 186.565 Punkten, zweitens handelt es sich dabei um das schnellste jemals erzielte Ergebnis mit käuflich erwerbbarer Hardware und drittens sollte die überbringende Person solange die angeschlagene Tonart überdenken, bis er ein schnelleres Ergebnis mit drei Standard-gekühlten 5870 in Verbindung mit einem Kaskaden-gekühlten Bloomfield-Prozessor vorweisen kann.
Denn getreu einem dem Überbringer nicht ganz unbekannten Sprichwort bekommt man Mitleid geschenkt, Neid muss man sich aber hart erarbeiten. 
|
|
Thema: AwardFabrik meets Benchbrothers - Die Nacht der Weltrekorde! |
|
|
Freitag, 11. September 2009. Gegen 15 Uhr steigt die Nervorsität. Ist alles vorbereitet? Haben wir an alles gedacht? Denn schließlich gibt es solch ein Event nicht alle Tage. Stummerwinter und Sof, beide wohlbekannte Overclocker aus Deutschland, hatten unsere Einladung zu einer gemeinsamen Overclocking-Session angenommen. Bereits seit über einem Jahr stand diese Idee im Raum, jetzt endlich konnten wir sie in die Tat umsetzen. Während wir vor Ort alles für den Einsatz von drei Systemen vorbereiteten, uns um die Lieferung von rund 100 Litern flüssigen Stickstoffs sowie das leibliche Wohl kümmerten, hatte stummerwinter eine lange Reise vor sich. Per Flugzeug nach Berlin und von dort aus im Konvoi mit masterchorch und SoF nach Cottbus - kein billiges Vergnügen. Umso mehr hat es uns gefreut, dass er es einrichten konnte.
Statt fand die Session in den Geschäftsräumen der Topas Datentechnik in Cottbus. Ein herzlicher Dank geht an den Geschäftsführer Herrn Gerlich, dass er uns die Örtlichkeit zur Verfügung gestellt hat. Denn dort hatten wir alles, was wir benötigten, um Deutschlands beste Overclocker zu empfangen.
Gegen 16:30 trudelten dann stummerwinter und masterchorch ein: Es konnte endlich losgehen. Nach einer herzlichen Begrüßung wurde sofort damit begonnen, die verschiedenen Systeme zu präparieren. Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, was uns an diesem Abend oder vielleicht sogar in dieser Nacht erwartete. Wir wollten unseren 3DMark06-Weltrekord, welchen wir am 04.09.2009 mit Kaskadenkühlung aufstellen konnten, weiter verbessern. Stuwi hatte hauptsächlich vor, mit zwei GTX 280 im Aquamark die Bestmarke von AndreYang anzugreifen und zu schauen, was sein relativ neuer Core i7 975XE so alles kann.
SoF kam eine Weile später auch endlich an, er hatte gleich einen ganzen Sack voller Hardware dabei. Sein Ziel: Platz 20 im hwbot festigen bzw. sich weiter verbessern. Sein Hauptaugenmerk sollte dabei auf einem S775-System mit E8600 liegen. Doch noch bevor er seine Hardware auspackte, überbrachte er uns ein riesiges Geschenk - im wahrsten Sinne des Wortes: Ein 2,5 x 1 Meter großes Plakat mit unserem Logo:

Obwohl er es uns angekündigt hatte waren wir von der Größe und Qualität beeindruckt! Dafür auf diesem Wege erneut ein herzliches Dankeschön! Wir hoffen, wir konnten dieses Präsent mit unserer Session ein wenig gutmachen. 
Nachdem alle drei Systeme aufgebaut und präpariert waren, stand eine kurze Stärkung auf dem Plan. Hausgemachter Kartoffelsalat, Kesselwürste, belegte Brötchen, Kaffee und wahlweise andere Getränke standen für den hungrigen und durstigen Bencher-Magen zur Verfügung. Gesättigt und mit gelöschtem Durst ging es dann in die Vollen. Masterchorch und Onkel* kümmerten sich hervorragend um den LN2-Nachschub sowie um die bildliche Dokumentation der Ereignisse. Und relativ schnell sollte klar werden, dass der ein oder andere Weltrekord fallen wird.
Während es bei Stuwi relativ gut lief und er innerhalb kurzer Zeit den 1M-Rekord für i7-Prozessoren erzielte, wollte unser System nicht starten. Unser Classified begrüßte uns mit Postcode FF, sodass wir erstmal wieder alles auseinandernehmen durften. Nach erneutem Aufsetzen des Kühlers lief das System wie von Geisterhand wieder und wir konnten endlich loslegen. Gleich im ersten Run konnten wir unseren Weltrekord im 3DMark06 um fast 200 Punkte verbessern:

Doch das war es von unserer Seite dann schon. Wir kamen einfach nicht mehr weiter. Nicht einmal die Game-Tests liefen mit mehr MHz, auch der 3DMark05 wollte nicht mit höherem Takt laufen. Es blieb also nur abtauen übrig.
Zwischenzeitlich hatte sich stuwi dank des mitgebrachten Windows XP von SoF an den Overall-1M-Weltrekord herangekämpft. Es dauerte nicht lange und mit einer Zeit von 6,703 Sekunden stand der erste absolute Weltrekord des Abends zu Buche:

Weitere Tests brachten eine Zeit von 6,688 Sekunden auf den Bildschirm, doch leider gab es beim Starten von CPU-Z dann einen Bluescreen. Die Wiederholung dieser Zeit gelang nicht, auch wenn masterchorch vehement forderte, dass Boris doch endlich mit dem Übertakten anfangen solle. Anschließend wurde zum Aquamark 3 übergegangen und wir konnten auf brachiale Ergebnisse hoffen. Und wir mussten nicht lange warten. Nach 414.999 Punkten und einigen misslungenen Anläufen tauchte plöchtlich dieses Ergebnis auf dem Bildschirm auf:

Der bestehende Rekord wurde mal eben um 9.000 Punkte verbessert - einfach unglaublich.
Unser System lief inzwischen auch wieder, dieses mal mit einem Classified E759 anstatt eines E760. Doch auch hier kamen wir nicht über unseren bisherigen Takt hinaus, sodass wir schließlich aufgaben. Denn es ergab sich für uns eine einmalige Gelegenheit: Stuwi und SoF hatten das Bedürfnis nach ein paar Stunden Schlaf, es war schließlich etwa 7 Uhr am Samstag Morgen.


Ab diesem Zeitpunkt gab es einen ungenutzten 975XE in den Räumen der Topas GBS Datentechnik! Ein Zustand, der sofort abgeändert werden musste. Gesagt, getan. Boris' CPU wurde samt seinem Vollkupferpot auf unser Classified E760 gesteckt und wir konnten weitermachen. Und wie!

Compare-URL
Die 39k waren im ersten Anlauf genommen, recht zügig stand der finale Score zu Buche. Mit 39.316 Punkte steht jetzt ein Wert zu Buche, der satte 741 Punkte über dem alten Weltrekord von pro liegt - das entspricht fast zwei Prozent Vorsprung!
Weiter ging es im Windows 7 mit Aquamark 3. Auch hier war ein Top-Ergebnis möglich, mit 417.629 Punkten konnten wir das bisherige ATI-Rekordergebnis von Hipro5 deutlich steigern.

Als nächstes nahmen wir den 3DMark05 in Angriff. Hier erwarteten wir uns auch ein sehr gutes Ergebnis, da in diesem Benchmark die CPU eine wichtige Rolle spielt. Ziel war es, die magische Marke von 50.000 Punkten zu durchbrechen. Dies gelang auch im ersten Anlauf und ein Ergebnis von 50.377 Punkten stand zu Buche. Doch wir wollten mehr und mit einigen Anpassungen gelang uns dieser Run:

Compare-URL
Dieses Ergebnis liegt 241 Punkte über dem aktuellen Weltrekord von AndreYang. Weltrekord Nummer Vier während dieser Session.
Weiter ging es mit 3DMark03. Entweder liegt uns dieser Benchmark nicht oder der Benchmark mag uns nicht - denn mit der geballten Rohpower hätte deutlich mehr rausspringen müssen. Aber immerhin: Wir konnten unser bisheriges Spitzenergebnis noch einmal um rund 1.200 Punkte steigern.

Langsam aber sicher neigte sich das LN2 dem Ende entgegen. Mit rund zwei Litern LN2 starteten wir noch einen 3DMark Vantage. Abstürze konnten wir uns aufgrund des knappen Kühlmittels nicht mehr leisten, weshalb mit 5.500 MHz eine relativ sichere Taktrate wählten. Diese lief auch erwartungsgemäß durch, doch das Ergebnis überraschte uns. Wir erwarteten ein Ergebnis im Bereich von 32 bis 33.000 Punkten, da der 3DMark Vantage nicht unbedingt ATIs Spezialdisziplin ist. Doch wir erblickten folgenden Score:

Compare-URL
Mit diesem Ergebnis haben wir alle bisherigen ATI-Ergebnisse in diesem Benchmark um rund 4.000 Punkte verbessert. Wahnsinn!
Nach diesem Run war dann aber kein LN2 mehr für weitere Tests vorhanden. Mit den letzten Tropfen wollten wir noch etwas ganz besonderes testen: Wieviel Temperatur verträgt der Chip? Während unserer Tests bootete das System nicht, wenn der Prozessor -90 Grad oder kälter war. Doch vom Classified kennt man ja so manche merkwürdige Story und so schalteten wir das System ab und kippten die letzten Reserven langsam in den Pot. Und siehe da: Ab -150 Grad bootete das System wieder.
Schnell noch ein 3DMark Vantage CPU-Test bei 5,7 GHz angeworfen und mit den letzten Tropfen LN2 die -150 Grad gehalten:

Der Test lief immerhin knapp 8 Sekunden, bevor das System stehenblieb. Und dann war das LN2 gänzlich alle. Lustigerweise klingelte genau in diesem Moment das Telefon - SoF war dran und erkundigte sich nach dem Stand. Es war kurz vor 11 Uhr am Samstag - Zeit für Frühstück.
Kurze Zeit später saßen wir alle beisammen, genehmigten uns etwas Kaffee und frische Brötchen und fachsimpelten. Natürlich wurden stuwi und SoF gleich über die Scores der vergangenen Stunden in Kenntnis gesetzt. Alsbald hieß es dann wieder packen, damit Boris seinen Flug bekommt. Doch bevor es losging, musste noch ein Gruppenfoto her:

Danach fuhren SoF und stuwi Richtung Berlin auf und davon. Schade, dass die Session derart schnell vorbei war. Es hätte ruhig noch die eine oder andere Stunde andauern können. Vor allem das gemütliche Beisammensein nach getaner Arbeit ist und bleibt unbezahlbar! Die Session werden wir jedenfalls nicht vergessen. Vier Weltrekorde in einer Nacht sind einfach der Hammer - so was wird so schnell nicht wieder passieren.
Danke an dieser Stelle noch mal für euren Besuch, stuwi und SoF. Wir hoffen, euch hat der Besuch gefallen und es hat euch an nichts gefehlt. Danke an SoF für das geniale Banner, danke an Boris für die Möglichkeit zur Verwendung des goldenen 975 XE - nicht jeder hätte diesen Prozessor selbstlos zur Verfügung gestellt!
Bei den ganzen Rekorden wollen wir die Ergebnisse von SoF nicht vergessen. Denn diese sind alles andere als schlecht. Vor allem vor dem Hintergrund, dass er einmal mehr mit Treiberproblemen zu kämpfen hatte, die ihm so manch graues Haar beschert haben. Hut ab für diese Konsequenz!
Hier sein 3DMark01 mit zwei ATI Radeon HD 4890 im CrossFire. Damit überholt er unser Ergebnis mit zwei eben dieser Karten knapp.

Wir wünschen stummerwinter, dass er seinen Weg an die Spitze der hwbot-Rangliste fortsetzen kann. Mit diesem überirdischen 975 XE hat er alle Möglichkeiten, den Thron zu erklimmen. Viel Glück dabei. SoF wünschen wir natürlich auch weiterhin viel Glück dabei, seine Top 20-Position zu halten und vielleicht sogar noch zu verbessern.
Abschließend noch ein paar Impressionen aus der Nacht der Weltrekorde.

Das WR-Setup des 3DMark05 und 3DMark06.

Und hier das AM3-Setup von Boris kurz nach seinem Weltrekord.

Abspeichern der letzten Ergebnisse am Morgen.

Die Temperatur im Blick: Nur nicht zu tief kommen - aber auch nicht zu hoch.

Die LN2-Kannen-Armada....

Boris kurz nach seinem AM3-Rekord.

Da stimmt die Stimmung natürlich.

Und weiter geht's.

Los, lauf durch!


Frühstück der Champions.
Und so sieht die hwbot.org-Weltrangliste nach diesem Wochenende aus:

Beeindruckend, oder?
|
|
Thema: Herzlichen "Glückspunsch" |
|
|
Auch wenn wir schon persönlich gratuliert haben:
Hier nochmal alles gute für unseren zerstreuten Bencher..... 
|
|
Thema: Xeon W3540 + EVGA Classified = OC-Wahnsinn |
|
|
Unser Xeon W3540 begleitet uns nun schon seit April - in dieser Zeit hatten wir viele schöne Momente aber auch jede Menge Frust. Denn wir ahnten, welches Potenzial in diesem Chip steckt - ohne es komplett abrufen zu können. Denn wenn ein Prozessor den 3DMark06-CPU-Test unter Kaskade bis 5,36 GHz passiert, in den Game-Tests allerdings das Mainboard limitiert, dann kann man erahnen, was noch im Xeon steckte. Seit unseren Weltrekorden testeten wir einige Mainboards, fast alle mit Kaskade. Entweder, wir hatten mit Coldboot-Problemen zu kämpfen (welche mit einer Kaskade nicht zu vereinbaren sind), oder wir waren BCLK-limitert.
Die Lösung hieß, auf ein EVGA Classified zu setzen. Unser erstes Board gab kein einziges Lebenszeichen von sich uns auf dem zweiten Board hat unser Xeon W3540 einen Coldboot-Bug bei -27 Grad. Wir landeten daraufhin erstmal wieder bei unserem Rampage II Extreme, welches zuverlässig unter Kaskade funktionierte - aber bei 230 MHz BCLK absolut am Limit läuft.
Gestern hatten wir dann die Möglichkeit, das Classified sowie den Xeon mit LN2 zu testen und somit den Coldboot-Bug umschiffen zu können. Gesagt, getan. Wir setzten relativ sichere Settings für UCLK und Speichertimings und wollten erstmal nur das Limit der CPU ausloten. Herausgekommen ist dabei das:

Sagenhafte 5.437 MHz konnten wir durch den 3DMark06 realisieren. Dabei könnte das noch nicht einmal das Limit sein, denn den CPU-Test konnten wir selbst bei 5.460 MHz absolvieren. Leider fror das System beim kompletten Durchlauf im 2. CPU-Test bei Frame 39 ein - mit etwas Finetuning an Spannung und Temperatur ist vielleicht auch dieser Takt für einen kompletten Run machbar.

Im 3DMark05 stehen sogar 5,5 GHz zu Buche.

Ein SuperPI 1M war sogar bei fast 5,6 GHz drin.

Validieren konnten wir 5.644 MHz. Möglicherweise ist noch mehr drin, gestern stellte dies jedoch das Maximum dar.
Fakt ist, dass das Classified in Verbindung mit unserem Xeon eine wahre Waffe ist. Aufgrund des Coldboot-Bugs konnten wir jedoch nicht mit Speichertimings bzw. dem Uncore-Takt spielen, was unsere Effizienz in den Keller gezogen hat. Doch die relativ sicheren Einstellungen waren eben nötig, damit wir überhaupt benchmarken konnten. Denn jede Änderung an UCLK, Speichertimings und QPI-Settings führt zu einem kompletten Shutdown des Systems, bei dem der Coldboot-Bug von -27 Grad zuschlägt - und darauf wollten wir am ersten Abend gern verzichten.
Mit gesteigerter Effizienz (durch bessere Timings sowie höheren Uncore-Takt) lassen sich die Ergebnisse der ersten Bench-Session dieses Systems sicher noch verbessern - um in der Hall of Fame von Futuremark weiter nach oben zu kommen. Derzeit sieht es offiziell so aus:


Deshalb: Auf ein Neues!
|
|
Thema: BenchBrothers sind European Lords Of Overclocking |
|
|
Es gibt zwar ein paar aktuelle Bilder vom Setup, allerdings habe ich Bilder gerade nicht zur Hand (sind noch nicht von der Kamera geholt). Das System sieht aber im Prinzip noch immer so aus:

Das ist unser Aufbau vom WR-Wochenende. Einziger Unterschied zu jetzt: Die GPUs sind dort noch mit Luft gekühlt, aktuell sind sie wassergekühlt.
|
|
Thema: BenchBrothers sind European Lords Of Overclocking |
|
|
Zwischen dem 18. Juni und 14. Mai veranstaltete Futuremark, der Herausgeber der 3DMarks, einen Overclocking-Wettbewerb. Ziel war es, in diesem Zeitraum das höchste Ergebnis im 3DMark06 zu erzielen, um Lord Of Overclocking zu werden.
Es gab drei Wettkampf-Regionen: Asien, Amerika und Europa. In jeder Region wurde in jeder der vier Wettkampf-Wochen das jeweils höchste Ergebnis prämiert und insgesamt ein Sieger gekürt. Die Teilnahmebedingungen waren einfach: 3DMark06 laufen lassen und das Ergebnis im Online Result Browser von Futuremark veröffentlichen.
Seit unseren Weltrekorden im 3DMark05 und 3DMark06 vom 17. April haben wir viel getestet und konnten uns an einem Abend innerhalb des Wettkampfzeitraumes um 107 Punkte auf 36.720 Punkte verbessern. Dieses Ergebnis sicherte uns den Wochensieg in Woche drei. Erst nach Erzielen dieses Ergebnisses wurde uns klar, dass wir a) mit Leichtigkeit teilnehmen konnten und b) sogar Chancen auf den Sieg in Europa hatten. Und so wurde unser Ehrgeiz geweckt....

Am Freitag, den 12. Juni, trafen sich Hoschi und ich bei der Topas GBS Datentechnik in Cottbus, um unseren finalen und hoffentlich erfolgreichen Angriff zu starten. Gegen 19 Uhr begannen wir unsere Tests und testeten einige Sachen durch. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir 284 Punkte Rückstand auf Haakon Jensen (bekannt unter dem Nickname dpa). Leider lief es an diesem Abend nicht sonderlich gut. Obwohl der erste Durchlauf bei 5,2 GHz CPU-Takt bereits rund 36.500 Punkte erzielte, wurden die Ergebnisse anschließend kontinuierlich schlechter bzw. nicht mehr besser. Wir hatten trotz verschiedenster Einstellungs-Variationen immer Ergebnisse zwischen 36.000 und 36.500 Punkte - das war jedoch nicht unser Ziel.
Für viele User dürfte es erschreckend sein, wie viele Ergebnisse über 36.000 Punkte wir im Rahmen des Wettbewerbes einfach so "weggeworfen" haben, da sie keinerlei Verbesserungen unser eigenen Bestwerte waren. Die Hälfte der HoF hätten wir sicher füllen können.....
Gegen 1 Uhr nachts, nach rund 6 Stunden Vorbereitung und benchmarking, verließ mich meine Kraft und ich trat den Heimweg an. Hoschi blieb vor Ort und ließ sich nicht beirren. In den folgenden Stunden kämpfte er sich mit Hilfe eines weiteren BIOS Stück für Stück nach vorn und konnte letztendlich gegen 5 Uhr morgens den finalen Score erzielen:

Das katapultierte uns vorbei an dpa und brachte uns 102 Punkte Vorsprung - aber der Contest lief noch den gesamten Samstag über. Doch dpa konnte nicht mehr kontern und so ging der erste Platz in Europa an uns. Ab sofort dürfen wir uns nun Lords Of Overclocking nennen. 

Auch nach dem erfolgreichen Abschneiden lehnen wir uns nicht zurück sondern wollen weiter angreifen. In nächster Zeit wollen wir versuchen, unsere Ergebnisse weiter zu verbessern, um uns in Futuremarks Hall Of Fame zu etablieren.
|
|
Thema: 12 Stunden + 8 Threads = 2 Weltrekorde |
|
|
Freitag Abend, 19 Uhr. Treffpunkt Topas GBS Datentechnik in Cottbus. Zusammen mit Hoschi und masterchorch wollen wir eine kleine OC-Session abhalten, in der es primär darum gehen soll, gute Ergebnisse mit unserem Rampage Extreme, einem E8600 und einer GTX 295 einzufahren. Nebenbei wollen wir noch einen neuen Xeon W3540 testen, den Hoschi vor einigen Tagen bestellt hatte - und der unter seiner Wasserkühlung bereits erstaunliches Potenzial gezeigt hat. So konnte er Benchmarks mit Taktraten durchführen, die unsere beiden i7 965 XE kaum mit Kaskade erreichten. Es gab also viel zu tun.
Nach der Vorbereitung ging es alsbald in die Vollen. Aber anders als gedacht. Ich begann, mich mit dem S775-Setup zu beschäftigen und konnte auch einige gute Ergebnisse einfahren. Unsere Bestwerte im 3DMark01 und Aquamark3 waren rasch verbessert - doch dazu später etwas mehr. Schließlich entwickelte sich der Abend - oder besser die Nacht - in eine Richtung, die wir nicht für möglich gehalten hätten. Scherzhaft sprach masterchorch vor dem Start davon, dass wir den Xeon mit 5,2 GHz betreiben werden - einige Stunden später war klar, dass dieser Scherz zur Wirklichkeit geworden ist.

Nach rund 12 Stunden vorbereiten und benchmarken konnten wir uns über zwei Weltrekorde freuen. Keine Rekorde in irgendwelchen Kategorien - nein - zwei absolute Weltrekorde im 3DMark05 und im 3DMark06 standen zu Buche. Nie war jemand schneller als wir in dieser Nacht!
Das verwendete Setup:
- Intel Xeon W3540
- ASUS Rampage II Extreme
- 3x OCZ PC3-12800
- 3x PowerColor Radeon HD 4890
- Corsair 128 GB SSD
- Enermax 1050 Watt (für CPU und 1. Grafikkarte)
- OCZ EliteXStream (für die SSD sowie die zwei verbleibenden Grafikkarten)
- ultramarine blau Kaskade built by piotres für die CPU
Ein Dank geht hierfür an ASUS Deutschland. Völlig unkompliziert hat man uns das ASUS Rampage II Extreme zur Verfügung gestellt, was uns sehr gefreut hat - Die beiden Weltrekorde sind somit etwas wie eine Gegenleistung. 

Im 3DMark05 konnten wir den Rekord "nur" um 2 Punkte verbessern. Aber bekanntlich ist Rekord nunmal Rekord. Und für alle, die zweifeln: Die Xeon-CPU kann noch mehr. Sollte jemand einen besseren Score präsentieren, so lässt sich bestimmt noch nachlegen. 

Deutlicher sieht die Geschichte im 3DMark06 aus. 249 Punkte mehr als der bisherige Rekordhalter sind vorerst ein deutlicher Vorsprung. Da wir aktuell nicht gegen irgendwen sondern gegen Mr.NVIDIA himself - k|ngp|n - kämpfen ist davon auszugehen, dass er weitere Backup-Scores im Ärmel hat. Es wird sich zeigen, ob unser Ergebnis auch mit seinen Backup-Scores hält oder ob wir auch hier noch nachlegen müssen.
Jedenfalls ist unsere Meinung zu diesem Thema:

Der Prozessor wurde während der kompletten Nacht mit unserer Kaskade gekühlt. Die Kaskade kam deshalb zum Einsatz, weil sie zum Vortesten ideal geeignet ist. Die Temperatur bleibt konstant, man muss sich nicht darum kümmern und kann sich voll auf das System selbst konzentrieren - DER Vorteil gegenüber flüssigem Stickstoff. Außerdem galt es herauszufinden, wie sowohl der Prozessor als auch auf das Mainboard auf Kälte reagieren - schließlich hatten wir das Rampage II Extreme noch nie mit einem hohen BCLK unter Kaskade genutzt. Als alles lief stellten wir fest , dass wir problemlos bis knapp unter 5,1 GHz arbeiten konnten. Die meiste Zeit sah das dann so aus:

Hier drei Bilder des - zugegeben - unspektakulär wirkenden Setups:



Erst ab 5,1 GHz wurde es kribbelig. Wir konnten mit 221/222 MHz BCLK perfekt arbeiten, 1 MHz mehr bedeutete hingegen ein Blackscreen beim Bootvorgang. Auch mehrfaches Probieren half nichts, es blieb bei maximal 222 MHz. Wir wollten schon fast resignieren (wohlgemerkt mit 35,3k im 3DMark06 und 45,5k im 3DMark05 im Rücken), als ich noch einen letzten Versuch starten wollte, das vermeintliche Limit zu umgehen. Gesagt, getan. Und siehe da, meine Lösung (die wir im Vorfeld alle als sinnlos erachteten) funktionierte und weiteres Potenzial tat sich auf. Die Ergebnisse im 3DMark05 und 3DMark06 sind bekannt. Was fehlt sind beeindruckende Taktraten im 3DMark Vantage sowie wPrime 1024M:

Mit 5,2 GHz durch den 3DMark Vantage können wir einen der höchsten Nehalem-Taktraten überhaupt verzeichnen - wenn nicht sogar die höchste Taktrate weltweit. Selbst k|ngp|n konnte bisher nur knapp über 5,1 GHz zeigen - rund 100 MHz weniger als unser kleiner Xeon!

wPrime 1024M lief sogar mit knapp 5,24 GHz durch und brachte einen um längen besseren Score, als wir bisher verbuchen konnten.

In der Reihe der 3DMarks fehlte dann nur noch der 3DMark03. Und mit knapp 150.000 Punkten konnten wir mit 3 GPUs ein mehr als hervorragendes Ergebnis erzielen. Nicht zu vergessen, dass wir diesen Test bei 5.269 MHz durchliefen ließen - selbstverständlich mit aktiviertem Hyperthreading.
Die Zeit war mittlerweile mehr als fortgeschritten. Die Sonne war schon wieder hoch am Himmel, was masterchorch mit einem "Hey, ich kann hell-sehen!" kommentierte. Nachdem die Kaskade etwa 10 Stunden Non-Stop ihren Dienst hervorragend verrichtete, begannen wir so langsam aufzuräumen.


Hoschi validierte "noch schnell" über 5,4 GHz mit dem Xeon und warf flux einen SuperPI 1M an:

Anschließend wurde die Kaskade abgeschaltet, abgetaut und alles wieder zusammengeräumt. Kurz vor 9 Uhr morgens verließen wir die Räumlichkeiten der Topas GBS Datentechnik mit einem breiten Grinsen im Gesicht, welches den ganzen Tag nicht mehr weichen sollte.
Einziger Wehrmutstropfen an der Geschichte: Die Ergebnisse können im Online Result-Browser von Futuremark nicht veröffentlicht werden, da HD 4890-Karten derzeit noch nicht akzeptiert werden. Wirft man einen Blick in die Hall Of Fame, so ist nach wie vor k|ngp|n als 3DMark06-Weltrekordhalter gelistet. Aber dieses Problem wird sich hoffentlich bald von selbst lösen, sodass uns der erste Platz 1 in Futuremarks HoF sicher ist.
Obwohl nicht ganz so spektakulär wie unsere Rekorde im 3DMark05 und 3DMark06, so gab es wie bereits erwähnt noch einige andere Ergebnisse zu sehen, die in zwei Fällen Bestwerte des Teams darstellen und im bleibenden Rest gute Punkte bei hwbot bedeuten:

Mit über 123,5k im 3DMark01 konnte ich unseren bisherigen Bestwert noch um rund 2.000 Punkte steigern.

Auch der Aquamark3-Run bedeutet eine Team-Bestleistung. Knapp 5.000 Punkte mehr als beim letzten Run stehen zu Buche und sicherten uns Platz 8 in der Rangliste bei hwbot.

Mit 41,5k konnten wir auch unseren bisher besten Single-Card-Run mehr als deutlich verbessern.

Ebenfalls neue Bestleistung in der Single-Card-Kategorie gelang im 3DMark06. Das Ergebnis ist allerdings kein Top-Score, hierfür wäre der Einsatz eines Quad-Cores notwendig gewesen. Aber warum nicht das Maximum aus einem laufenden System herausholen....

Als letzter 3D-Benchmark lief der 3DMark03 und brachte ein Ergebnis von 107k hervor. Auch hier Team-Bestleistung mit einer Grafikkarte.

Last but not least erledigte ich einen völlig ungetweakten SuperPI-Run, da unser Bestwert mit 8:54 Minuten nicht mehr zeitgemäß war. Zwar sind auch 7:49 Minuten kein Wunderergebnis (erst recht nicht mit einem für 3D optimierten Betriebssystem), aber immerhin sind es 65 Sekunden weniger als vorher. 
Was bleibt nach dieser Mammut-Session - ist viel Arbeit. Der Xeon, auch wenn er bereits für zwei Weltrekorde gesorgt hat, muss weiter getestet werden. Denn a) konnten wir aufgrund von BIOS-Problemen nur einen Uncore-Takt von knapp 3,7 GHz nutzen und haben somit enorm viel Performance verschenkt und b) haben wir "nur" mit unserer Kaskade getestet. Die letzte Stufe ist und bleibt flüssiger Stickstoff.
In den nächsten Tagen, wenn diese beiden Punkte nach Möglichkeit in Angriff genommen werden, wird es nochmals stressig. Allerdings ist die Aussicht auf weitere Rekorde sehr verlockend, weshalb wir hier keine Mühen scheuen werden, um weitere hervorragende Ergebnisse präsentieren zu können.
Stay tuned......
Alle Bilder und Screenshots können angeklickt werden, um eine größere Version des Bildes zu öffnen.
|
|
Thema: ATI Radeon HD 4890 - Benchen, bis die NDA fällt! |
|
|
Da hast du recht, die Ergebnisse im 03, 05 und 06 sind nicht zu verachten. Einige weitere Ergebnisse mit den 4890ern sind hier zu finden - diesmal mit einem E8600 unter Kaskade und zwei Karten im CrossFire.
|
|
Thema: (LN2-)Session am 04.04.2009 in Cottbus |
|
|

Am 04.04. dieses Jahres sollte es soweit sein: Nach dem Weihnachtsbenchen mit AMDs neuem Deneb wollten wir in den Räumlichkeiten der Topas GBS Datentechnik in Cottbus endlich wieder eine LN2-Session starten. Erstens war unsere letzte Session schon wieder viel zu lange her, zweitens gab es mit ATIs HD 4890 und mit NVIDIAs GTX 275 gleich zwei neue Grafikkarten-Modelle und drittens juckte es mal wieder richtig in den Fingern, mit LN2 zu "spielen". Wir planten daher für den Samstag vor Ostern eine etwas größere Session, die uns wieder etwas weiter voran bringen sollte. Und das hatten wir vor:
- Core i7 965 XE
- gekühlt mit Kaskade (built by piotres)
- ASUS Rampage II Extreme (Vielen Dank an ASUS Deutschland)
- 3x 2GB OCZ PC3-12800
- OCZ EliteXStream 1000 Watt
- PC Power & Cooling 1000 Watt
- 3x GTX 275
Des Weiteren sollte das zweite Setup so aussehen:
- Core 2 Duo E8600
- gekühlt mit LN2 (Pot made by Otterauge)
- GTX 280 (gekühlt mit LN2)
- GTX 295 (luftgekühlt)
- 2x HD 4890 (luftgekühlt)
- ASUS Rampage Extreme
- 2x 1GB Cellshock ES (Danke an saaya für die Selektierung)
- Enermax Revolution85+ 1050 Watt
Absolute Weltklasse-Scores erwarteten wir nicht, da wir hauptsächlich mit luftgekühlten Grafikkarten zu Werke gehen wollten. Dennoch sollten einige gute Ergebnisse zu erzielen sein. Zu späterer Stunde, wenn es die Zeit zulassen sollte, war auch die Kühlung des i7 mittels LN2 geplant. Die ganze Hardware war bereit und es konnte theoretisch losgehen.


Die Betonung liegt jedoch auf theoretisch, denn auch die beste Vorbereitung nutzte bei dieser Session nichts. Alles fing damit an, dass unsere Stickstoff-Bestellung nicht nach Plan verlief. Statt der geplanten 50 bis 60 Liter (je nach Füllstand unserer beiden Dewars) hatten wir am Samstag gerade einmal 15 Liter zur Verfügung, was unseren Planungen ein jähes Ende bereitete.

Doch wie sagt man so schön: Und ist ein Plan auch gut gelungen, bestimmt verträgt er Änderungen! Wir wollten demnach das beste aus der Situation machen und starteten frohen Mutes mit unserem Kaskaden-System und 3x GTX 275 im SLI-Verbund.



Bereits der Zusammenbau des Systems stellte uns vor ein kleines Problem: Die Kühler der Palit-Grafikkarten sind so konstruiert, dass 3-way-SLI selbst bei doppeltem Slot-Abstand problematisch ist. Wie ein Fächer stehen die Karten nebeneinander, da die Kühler (oder präziser die Schrauben der Kühlkörper) dazu führen, dass die Karten insgesamt mehr als 2 Slots Platz benötigen. Das Ergebnis daraus ist, dass einige SLI-Brücken nicht passen, da sie schlichtweg zu kurz sind. Mit einer nicht ganz "handelsüblichen" Mischung aus 3 flexilben Brücken konnten wir aber auch dieses Problem umschiffen. Masterchorch legte also mit dem i7 los, der aber (wie soll es auch anders sein) nicht so problemlos laufen wollte, wie das in unseren Vortests der Fall war. Aufgrund etwas höherer Temperaturen war ein kleiner Takt-Nachteil "eingeplant", allerdings lief es auch sonst nicht ganz rund. Dazu aber später noch etwas mehr.
Parallel präparierten Hoschi und ich unser zweites Setup mit dem Rampage Extreme samt E8600. Hauptsächlich wollten wir damit einen guten Aquamark3-Score sowie einen guten 3DMark01 erreichen. Unser Masterplan sah zudem die Reihenfolge stickstoffgekühlte GTX 280 und anschließend die luftgekühlte GTX 295 vor. Doch leider mussten wir auch hier einen (diesmal herben) Rückschlag einstecken. Unsere präparierte GTX 280 lieferte extreme Bildfehler und wurde im Windows nicht erkannt. Die Karte hatte bereits einmal so reagiert, damals allerdings verschwand das Phänomen mit tiefen Temperaturen - leider nicht dieses mal. Die GTX 280 ist defekt. Zusätzlich war daran problematisch, dass wir für das herunterkühlen des GPU-Pots

wertvolles LN2 de facto umsonst verbraucht hatten. Es trat Plan B ein und wir stiegen auf die GTX 295 um. Mit ein paar Handgriffen hatten wir einen guten Aquamark3-Score in der Tasche:

Da wir scheinbar bereits beim ersten ernsthaften Anlauf einen Sweetspot getroffen hatten und anschließend keinen besseren Score mehr erzielen konnten, stiegen wir auf den 3DMark01 um und konnten auch hier ein ansehnliches Ergebnis erzielen:

Ohne viel Umschweife warfen wir noch einen 3DMark05 an, um unseren bisher besten Single-Card-Score deutlich zu verbessern. Wir reduzierten den CPU-Takt auf 6.260 MHz, da uns lediglich ein halber Liter Stickstoff blieb. Das war auch gut so, denn ca. 30 Sekunden vor dem Ende des 3. Game-Tests war unser Stickstoff verbraucht und der Pot leer. Hier zahlte sich die Sicherheitsreserve aus und der Test lief trotz leerem Pot durch.

Zwar sind 40,6k im 3DMark05 keine Besonderheit für eine einzelne Grafikkarte, betrachtet man allerdings die Gegebenheiten, so geht dieses Ergebnis mehr als in Ordnung.
Ohne LN2 gab es für dieses System keine "Verwendung" mehr, weshalb wir abschalteten, abtauten und alles trockneten. Als nächstes warfen wir masterchorch einen Blick über die Schulter, der am 3DMark Vantage nahezu verzweifelte. Denn während der 3DMark06 mit knapp 4,7 GHz inklusive HT durchlief, gab es im Vantage generell beim Start des 1. CPU-Tests einen Freeze. Selbst ohne HT und mit stark reduzierter Taktrate auf 4.550 MHz wollte dieser Test nicht durchlaufen, weshalb er irgendwann kapitulierte und das System ebenfalls abschaltete. Allerdings konnte er (mit Ausnahme von Vantage) einige gute Scores mit NVIDIAs GTX 275 einfahren:




Daraufhin präparierten Hoschi und ich erneut das E8600-Setup, dieses Mal für Kaskaden-Benchmarks. Unser Ziel war es, zwei HD 4890 im CrossFire-Verbund mit knapp über 6 GHz zu testen. Gesagt, getan. Bis etwa 6.050 MHz konnten wir relativ problemlos arbeiten, was uns folgende Ergebnisse einbrachte:




Nachdem die Scores im Kasten waren und kein weiteres Taktpotenzial generiert werden konnte, schalteten wir das System ab und gingen zur Aufräumaktion über. Irgendwann gegen 3 Uhr nachts war alles sauber und ordentlich, sodass wir uns gen Heimat aufmachten - mit gemischten Gefühlen.
Einerseits sind die erzielten Ergebnisse durchaus gut bis sehr gut. Schließlich ist die Anzahl der Personen, die beispielsweise im Aquamark3 über 376.000 Punkte erzielen konnten bisher recht überschaubar. Oder auch 40.000 Punkte im 3DMark05 mit nur einer Grafikkarte sind mehr als in Ordnung. Allerdings hätten wir uns für die recht lange im voraus geplante Session etwas mehr erwartet, sodass wir hier auf ziemlich hohem Niveau jammern. 
An dieser Stelle bedanken wir uns einmal mehr bei Herrn Gerlich von der Topas GBS Datentechnik GmbH in Cottbus, der uns sowohl die Räumlichkeiten als auch Hardware für unsere Session zur Verfügung gestellt hat. Vielen Dank und weiterhin eine gute Zusammenarbeit. Auch geht ein Dank in Richtung unseres Foren-Mitglieds "FrankPr", der für die Fotos verantwortlich zeichnet und diese auch noch für uns bearbeitet hat - Muchas Gracias!
|
|
Thema: ATI Radeon HD 4890 - Benchen, bis die NDA fällt! |
|
|
Am 02.04.2009 wurde die NDA geliftet und wir können unsere Ergebnisse offiziell zeigen. Daher hier alle Ergebnisse, die wir bisher mit luftgekühlten Karten, kaskadengekühlter CPU und nicht optimiertem Windows Vista erzielen konnten.
NDA zu Ende - Zeit für Ergebnisse
3DMark03 mit drei GPUs

3DMark03 mit einer GPU

3DMark05 mit drei GPUs

3DMark05 mit einer GPU

3DMark06 mit drei GPUs

3DMark06 mit einer GPU

3DMark Vantage mit drei GPUs

3DMark Vantage mit einer GPU

Die ersten Benchmarks sind somit vielversprechend, besonders der 3DMark05 und 3DMark06 können sich sehen lassen.
Und hier die ursprüngliche Story:
In ein paar Tagen wird die ATI Radeon HD 4890 offiziell vorgestellt. Bis dahin gilt noch die NDA des Herstellers, sodass alle Redaktionen, die die NDA unterschrieben haben, keine Informationen nach außen geben. Seit Dienstag haben wir die Möglichkeit, gleich mit 3 der besagten Grafikkarten zu arbeiten und diese durch unsere favorisierten Benchmarks zu schicken. Wir haben keinerlei Vereinbarung unterschrieben, dennoch respektieren wir diese und halten uns auch daran. Von uns wird es also bis zum offiziellen Launch-Termin keine konkreten Informationen zu den Karten und auch keine konkreten Benchmark-Ergebnisse geben.
Natürlich würden wir gern alles zeigen, was wir bisher in puncto Benchmarks erreicht haben. Im Hinblick auf die NDA haben wir uns jedoch entschlossen, lediglich Screenshots zu veröffentlichen, die keine relevanten Infos zu den Karten selbst und auch keine konkreten Benchmark-Ergebnisse zeigen. Die Ergebnisse in den diversen 3DMarks haben wir jeweils um die Tausender-Stelle "erleichtert", was ausreichend Spielraum für das Ergebnis bereithält. Für erfahrene Übertakter lässt sich daraus dennoch eine Tendenz ableiten.
Mit dem Fall der NDA werden wir selbstverständlich alle Ergebnisse veröffentlichen, die wir bis dahin erzielt haben. Heute aber beschränken wir uns auf 6 Screenshots, die unter Verwendung eines kaskadengekühlten i7 965 XE entstanden sind.
Das Setup:
- ASUS Rampage II Extreme (Vielen Dank an ASUS Deutschland!)
- Core i7 965 XE
- ultramarine blau Kaskade built by piotres
- 3x 2 GByte OCZ PC3-12800
- 3x PowerColor ATI Radeon HD 4890
- 2x Xilence 1200 Watt (wir warten auf ein Enermax Revolution85+ 1050 Watt
) - Corsair 128 GByte SSD
- Windows Vista 32 Bit SP1 (keine besonderen Anpassungen)
Kommen wir nun zu den wichtigen Dingen, den Benchmarks ( ) :
3DMark03 mit drei GPUs

3DMark03 mit einer GPU

3DMark05 mit drei GPUs

3DMark05 mit einer GPU

3DMark06 mit drei GPUs

3DMark06 mit einer GPU

3DMark Vantage mit drei GPUs

3DMark Vantage mit einer GPU

Am 04.04. planen wir eine weitere Bench-Session, in der die 3 Grafikkarten noch einmal zum Einsatz kommen werden. Allerdings steht derzeit noch nicht fest, welchen "Unterbau" wir verwenden, sodass noch nicht abzuschätzen ist, in welchen Bereichen wir die Benchmarkergebnisse noch verbessern werden. Es wird also spannend, auch in Bezug auf die Veröffentlichung der unbearbeiteten Ergebnis-Screenshots.
|
|
|
|
|
| |